Warendorf
Sanftes Reittraining: Das Pferd ist der Lehrer

Sonntag, 15.03.2009, 21:03 Uhr

Warendorf - Dem Pferd mal so richtig die Sporen geben? Unmöglich im Warendorfer Förderzentrum für Mensch und Pferd. Denn hier ist das Reiten und der Umgang mit Tieren gewaltfrei. „Das wünschen sich viele Reiter, haben aber keine Anleitung“, glaubt die Leiterin des Zentrums, Elke Pohlmann .

Beim Tag der offenen Tür anlässlich der Neueröffnung zeigte sie zusammen mit Franziska Wagner , wie das geht, Reiten ohne Gerte und Sporen. Dafür aber mit Kommunikation und Körpersprache nach dem Pferdisch-Förderungskonzept. Das Pferd wird hier als Partner angesehen, mit dem zuerst ein Vertrauens- und Respektverhältnis aufgebaut wird. Im Mittelpunkt steht eine harmonische Beziehung zwischen ihm und dem Reiter.

Im Zentrum an der Dr.-Rau-Allee 85 werden künftig Multiplikatoren geschult, zum Beispiel Reitlehrer. Daneben wird es Fachvorträge geben. Die Ausbildung übernehmen Dr. Christine und Friedhelm Pohl, die das Konzept entwickelt haben.

Daneben bieten die Leiterinnen des Zentrums, Elke Pohlmann und Franziska Wagner, Coachings für Suchtkranke und Kinder mit ADHS-Symptomatik an. Die Pferdisch-Methode soll der Persönlichkeitsentwicklung dienen. „Über das Pferd gewinnen die Kinder Urvertrauen zurück und lernen sich selbst zu spüren.“ Das gilt auch für Erwachsene. Um das Pferd zu bewegen, müssen sie sich ihm mit Hilfe ihres Körpers mitteilen. „Das Pferd ist der Lehrer“, erklärt Elke Pohlmann. Der Vorteil: „Den Menschen fällt es leichter, Lektionen von ihm anzunehmen, weil da das Ego nicht im Weg steht.“

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