Warendorf
Dem Radweg geht ein Licht auf

Dienstag, 19.05.2009, 17:05 Uhr

Milte - Bernhard zur Wickern, Erster Vorsitzender des Bürgerschützenvereins, glaubte an einen Aprilscherz , als Ralf Budde , Mitglied der Arbeitsgruppe Umwelt und Verkehr im Arbeitskreis Milter Bürger, ihm mitteilte, dass im Zuge eines Pilotprojektes der RWE ein lang gehegter Wunsch des Schützenvereins in Erfüllung gehen, der Radweg entlang der Telgter Landstraße endlich die ersehnte Beleuchtung bekommen soll. Skeptisch nahm der Chef der Bürgerschützen den Radweg unter die Lupe: „Und dann habe ich gesehen, dass die Kabel schon im Boden liegen“, freute er sich am Montag bei einem Ortstermin, zu dem die Arbeitsgruppe Umwelt und Verkehr und einige Anwohner der Straße drei Vertreter der RWE begrüßten.

Diese stellten das Pilotprojekt vor. In Zusammenarbeit mit der Firma Bega, Spezialist für Leuchten, und einem Handyhersteller installiert die RWE auf einem rund 500 Meter langen Teilstück des Radweges die erste DIN-gerechte Radwegbeleuchtung mit energiesparender LED-Technik. In der Senke, kurz vor dem Abzweig zum Schützenplatz, soll - voraussichtlich schon zum Schützenfest - die erste von insgesamt 13 Leuchten errichtet werden.

In 42-Meter-Abständen installiert, sollen die übrigen fünf Meter hohen Lichtmasten vor allem in dem kleinen Waldstück zwischen Schützenplatz und Reithalle für mehr Sicherheit sorgen. Zum großen Bedauern Heinz-Wilhelm Reckhorns, Erster Vorsitzender des Reit- und Fahrvereins Milte-Sassenberg, werden in Höhe der Reithalle selbst allerdings vorerst keine Lampen aufgestellt.

Werner Rödiger, Rainer Robers und Manfred Rickhoff erläuterten, eine Muster-Leuchte im Gepäck, die Vorzüge der neuen Technologie, die in Milte nun erstmals getestet wird. Die 13 Leuchten mit einem 27-Watt-Anschlusswert beleuchteten ausschließlich den Radweg und nicht etwa die benachbarte Straße, betonten die Fachleute.

Eine Beleuchtungsstärke von drei Lux am Fahrbahnrand werde nicht überschritten. Gegenüber der herkömmlichen Technik könnten mit den LED-Leuchten 50 Prozent der Energiekosten eingespart werden. Zudem sei der Wartungsaufwand geringer. Nach etwa zwölf Jahren müssten die Lampen erstmals überholt werden, außerdem könnten auch einzelne LED-Birnen ausgewechselt werden. Die RWE werde mit dem Pilotprojekt auch Erfahrungen mit der 48-Volt-Kleinspannung sammeln.

Besonderer Clou der neuen Radwegbeleuchtung: Über ein besonderes Handy kann die Zeit der Radweg-Ausleuchtung im Bedarfsfall verlängert werden. „Aber die Handynummer wird nicht verraten“, schmunzelte Manfred Rickhoff unter dem Gelächter der Bürger.

Generell sei daran gedacht, die Lampen morgens ab 6 Uhr bis Ende der Dämmerung und abends bis 22 Uhr leuchten zu lassen. „Aber da sind wir flexibel“, betonte Rickhoff. Hin und weg von der neuen Technik zeigte sich Schützenvereins-Vorsitzender Bernhard zur Wickern: „Das ist großartig. Wir brauchen das.“

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