Warendorf
Jour Fixe XXL: Der Funke sprang sofort über

Sonntag, 10.05.2009, 20:05 Uhr

Warendorf - „Es ist eng beim Jour Fixe “, begrüßte Jochen Walter im rappelvollen Paul-Schallück-Saal mehr als 600 Gäste. „Es bleibt eng und es ist ja auch schön, wenn es eng ist beim Jour Fixe.“

XXL heißt die Kleinkunstveranstaltung, die einmal im Jahr großen Gruppen im Theater am Wall die Möglichkeit gibt, sich zu präsentieren. Dass zahlreiche Zuschauer keinen Sitzplatz mehr fanden, tat der ausnehmend guten Stimmung keinen Abbruch.

Mit „Rock-History“ stimmte „Super 8“ gekonnt auf einen ungewöhnlichen Abend im Großformat ein. „Yesterday“, „Those were the days“, Werke von Jethro Tull und John Miles - die Musiker Martin Heil (Kontrabass, Cello), Mechthild Oblau, Ulrike Eselgrimm (Violine), Tatjana Konegen (Querflöte), Walter Mexner (Akkordeon, Gesang), Armin Düpmeier (Banjo, Gitarre), Wolfram Bitter (Gitarre) und Manfred Meibeck (Drums, Gesang) trafen mühelos den Geschmack des Publikums. Der berühmte Funke sprang sofort über.

Rasend schnell und extrem gelenkig präsentierten sich Thorsten Muir und Jana Kemper, die mit ihrer exzellenten Tanzdarbietung, die Hip Hop und Tangoelemente rasant kombinierte.

Sehr gefühlvoll und mit beeindruckendem Volumen in der Stimme bot Sängerin Hannah Meyerholz, auf der Gitarre begleitet von Peter Kamp, melancholische Liebeslieder dar.

Viel Applaus erhielten die „Tonköpfe“ unter der Leitung von Susanne Hagemeyer aus Everswinkel mit Songs von Stevie Wonder, Cindy Lauper, Robbie Williams und aus dem West Side Musical. Abgerundet wurde die Darbietung durch ein sprühendes Feuerwerk auf der Bühne und einem Leuchtstäbe schwingendes Publikum.

Mit dem Männerchor Freckenhorst-Hoetmar ging es schwungvoll „Über den Wolken“ und mit „Die Legende von Babylon“ weiter.

„Stellen Sie sich Spanien vor: Queen und Barcelona“, kündigte Orchesterleiter Stephan Senftleben nach der Pause, in der sich die Gäste mit gegrillten Würstchen und köstlichen Cocktails stärkten, an. Fulminant brachten die Akkordeonspieler den ungewöhnlich vielschichtigen Klangkörper mit Schlagzeug und Gitarrenbegleitung perfekt zu Gehör, die Stimmung stieg. „We are the champions“, „Der kleine Horrorladen“ - der „Fußwippfaktor“ setzte ein und bei der Titelmelodie zu „Sister Act“ summten und klatschten alle mit. „Musica Viva“ rockte ab - ein Höhepunkt des Abends.

Elli will Begine werden. „Werd Du mit Deinen Begonien glücklich“, meinte Resi im Dialog der älteren Damen nur. „Ohne Männer, nein danke. Ich bleib bei meinen Sonnyboys. Das heißt erste Sahne.“ Lautes Gelächter erklang auch, als die vier Kabarettistinnen „Kaktusblüten“ mitunter bitterböse die Folgen der Wirtschaftskrise darstellten: Die Hartz-IV-Emfängerinnen Gudrun, Uli und Elfriede werden von der Trainerin gnadenlos in einem „Survivalkurs“ auf das Leben auf der Straße vorbereitet.

Nach Mitternacht legten dann Udo Scherello, Hugo Schroeter, Hans Bernd Brockhoff, Reinhold Reiker und Manfred Hartmeyer von „Edelcaracho“ los - und dann ging es richtig ab. Bei „Pretty Woman“ , „Sombody help me“ und „Sugar for my honey“ hielt es die begeistert mitsingenden und mitklatschenden Gäste nicht mehr auf ihren Stühlen.

Ausgelassen verwandelten die Zuhörer im immer noch voll besetztem Paul-Schallück-Saal das Theater am Wall bis in den frühen Morgen in eine Tanzarena: Super Stimmung im Großformat. Jour Fixe XXL eben.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/372028?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F35766%2F706512%2F706674%2F
Nachrichten-Ticker