Warendorf
Trockel-Gelände kann bebaut werden

Freitag, 05.06.2009, 23:06 Uhr

Warendorf - Das Trockel-Gelände hinter dem Theater am Wall wird bebaut. Nach Plänen des Architekturbüros Bitter und Hagemeyer soll das vorhandene Altgebäude saniert werden. Im vorderen Teil zur Wilhelmstraße wird ein neues Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Außerdem stehen dort dann weiterhin 44 öffentliche Parkplätze zur Verfügung.

Der Planungsausschuss erteilte damit den Forderungen der Kaufmannschaft eine Absage, die das Gelände komplett als Parkplatz nutzen will. Der Unternehmer Rudolf Berger (Modehaus Ebbers) hatte angeboten, das Gelände zu kaufen, um dort Stellplätze, später eventuell ein Parkhaus zu errichten. Dieses Angebot wurde nicht berücksichtigt.

Vorhergegangen war eine rege Diskussion, in der Hermann Wohlers ( CDU ) beantragt hatte, alles beim Alten zu lassen. Erst müsse es ein Gesamtkonzept für den Bereich rund um den Wilhelmsplatz zwischen Opel Elmer, Theater am Wall und Trockel geben. Wohlers: „Wir müssen erst wissen, ob und wie der Wilhelmsplatz umgebaut werden soll.“

Dafür gabs von den anderen Parteien ordentlich Zunder. Anita Stakenkötter warf der CDU Blockadepolitik vor: „Bis der Platz umgestaltet wird, vergehen Jahre.“ Auch Bürgermeister Jochen Walter warnte vor Stillstand: „Weder vom Bund noch vom Land werden wir Zuschüsse für eine Stadtentwicklung an dieser Stelle bekommen. Da passiert in den nächsten Jahren nichts.“

Während Rudolf Berger in der Sitzung erneut ein engagiertes Plädoyer für den Parkplatz Trockel hielt („Die Lösung als Parkplatz lässt für die Zukunft alle Möglichkeiten offen.“), machte Architekt Wilfried Bitter die Vorteile der Bebauung deutlich: Damit werde die unschöne städtebauliche Situation endlich geregelt, es werde genügend öffentlichen Parkraum mit Schrankenlösung geben. Außerdem könne das Theater am Wall die dringend benötigten Lagerräume im Trockel-Altbau behalten.

Der Ausschuss sprach sich dann mit einer klaren Mehrheit für die Bebauung aus. Erstaunlich in diesem Zusammenhang: Von den fünf CDU-Vertretern stimmten drei gegen den Antrag der eigenen Fraktion. Nur Hermann Wohlers blieb bei dem Vertagungsantrag. Mechtild Wolff enthielt sich.

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