Warendorf
NRW-Minister in der Kreativ-Lounge

Mittwoch, 26.08.2009, 21:08 Uhr

Warendorf - Es gibt auch gute Nachrichten in Zeiten der Wirtschaftskrise: Bei Darpe Industriedruck jedenfalls ist von Rezession nichts zu spüren. Davon konnte sich gestern Abend NRW-Medienminister Andreas Krautscheid ein eindrucksvolles Bild machen.

Geschäftsführer Sven Darpe führte den Minister durch seine hochmoderne Druckerei mit neuer Kreativ-Lounge. Krautscheid war auf Einladung des Landtagsabgeordneten und CDU-Bundestagskandidaten Reinhold Sendker, nach Warendorf gekommen. Mit dabei Mitglieder des CDU-Stadtverbandes mit ihrem Bürgermeisterkandidaten Marc-André Burgdorf an der Spitze.

Krautscheid zeigte sich beeindruckt von der Mediengestaltung und lobte das innovative Druckhaus. Den kleinen Fauxpas, das Wahlprogramm von Bürgermeister Jochen Walter gedruckt und dann auch noch von den Christdemokraten entdeckt zu haben, verzieh der Minister dem Geschäftsmann. Mit Blick auf die Bürgermeisterwahl am Sonntag meinte Krautscheid allerdings: „Das war Ihr letzter Auftrag.“ Darpe entschuldigte sich scherzhaft: „Ich glaubte schon alles versteckt zu haben.“

Krautscheid warb für eine starke CDU in den Rathäusern und Kreistagen dieser Region, warnte vor den Einzug der Linken („man sieht sie nicht, man nimmt sie nicht wahr, aber man wählt sie“) in die Parlamente und vor der Vernebelungstaktik der Sozialdemokraten im Bundestagswahlkampf. Der Minister drückte Burgdorf die Daumen. Er traut ihm den Wechsel im Rathaus zu.

In den Rathäusern müsse eine starke CDU-Basis für die Arbeit im Land und im Bund gelegt werden, betonte der Christdemokrat Krautscheid. Es gehe in diesem Wahlkampf nicht darum, wer mit welchem Wagen in Urlaub fährt oder wer welches Abendessen bezahlt. Es gebe wichtigere Themen, wie zum Beispiel Schule, Ausbildung und Bildung. Die Christdemokraten seien es gewesen, rief der Minister in Erinnerung, die 7000 neue Stellen für Lehrer in diesem Land geschaffen und den Unterrichtsausfall an den Schulen um mehr als die Hälfte reduziert hätten. Damit müsse man punkten, statt sich provozieren oder gar Themen vom politischen Gegner klauen zu lassen. Angesichts des Umfragetiefs, das der SPD gerade mal 24 Prozent prophezeit, rechnet Krautscheid mit einem aggressiven und emotionalen Wahlkampf in der Schlussphase. „Es wird unfreundlicher und unsachlicher werden.“ Er rief die Christdemokraten auf, sich nach der Kommunalwahl keineswegs auszuruhen, sondern nochmals von Haus zu Haus auf Stimmenfang für eine starke CDU im Bundestag zu gehen. Denn laut Umfrage in NRW seien viele Bürger noch unentschlossen.

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