Warendorf
Orgelwunder von 1640 in St. Marien

Montag, 10.08.2009, 12:08 Uhr

Warendorf - Ein kleines Jubiläum feiert die Warendorfer Mariengemeinde in diesem Jahr: den 50. Jahrestag der Wiedereinweihung der „Neuen Kirche“ St. Marien nach der Erweiterung am Mariä Himmelfahrtstag 1959.

Die Mariengemeinde wurde ursprünglich als zweite Pfarre mit volkstümlichen Namen „Neue Kirche“ für Warendorf gegründet, nachdem mit wachsender Einwohnerzahl die „alte Kirche“ zu klein geworden war. Der erste Kirchenbau wurde bereits Ende des 12. Jahrhunderts im romanischen Stil errichtet und im 15. Jahrhundert gotisch umgestaltet. Von dem ursprünglich errichteten Gotteshaus findet man heute nur noch den markanten Turm, der die Silhouette der Stadt von Westen her prägt. In dieser Kirche befand sich auch das ursprüngliche Gnadenbild, das die Warendorfer Marienverehrung mit dem „ Orgelwunder “ von 1640 begründet hat, heißt es im Pressebericht des Marienkantors Ansgar Kreutz .

Über das Orgelwunder ist folgendes überliefert: Der damalige Pfarrer Melchior Lohoff (1636 bis 1649) hatte 1640 ein altes, offenbar bereits existierendes Marienbild restaurieren lassen. Dieses sollte am 28. April 1640 zwischen vier und fünf Uhr nachmittags in der Kirche aufgehängt werden. Der Pfarrer und der Bürger Hermann Wenning überlegten, wie dies am besten zu bewerkstelligen sei. Dabei setzte plötzlich ein ungewöhnliches, äußerst liebliches und leises Spiel auf der Orgel ein. Sie gingen hinauf zur Empore und sahen weder einen Spieler noch eine Spielbewegung an der Orgel. Das harmonische Spiel, das eine Weile andauerte, hörte aber auf, als einer der beiden die Pfeifen genauer zu untersuchen begann. Gleiches geschah vor Zeugen am nächsten Tag noch einmal.

Die heutige Form der Marienkirche geht im wesentlichen auf Erweiterungen ab dem Jahre 1958/59 zurück, veranlasst durch den damaligen Pfarrer Werner Dierkes.

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