Warendorf
Aus der Vergangenheit lernen

Sonntag, 25.12.2011, 11:14 Uhr

Warendorf / Hoetmar - In Deutschland ist der Volkstrauertag seit 1952 ein staatlicher Gedenktag. Jährlich wird jeweils zwei Sonntage vor dem 1. Advent an die Kriegstoten und Opfer von Gewaltherrschaft aller Nationen erinnert. Auf Initiative des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge fand 1922 die erste Gedenkstunde für die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkrieges im Berliner Reichstag statt.

Daraus entstand 1926 der Volkstrauertag.

In allen Ortsteilen der Stadt fanden sich Sonntag an den Mahnmalen neben der Bürgerschaft Repräsentanten der Verwaltung, des Stadtrates, der Kameradschaften, Schützenvereine, Musikgemeinschaften sowie Feuerwehrleute, Soldaten und Fahnen tragende Abordnungen zum ehrenden Gedenken ein.

Nach einem Hochamt für die Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege in der Pfarrkirche eröffneten so etwa der Orchesterverein Freckenhorst und der Männergesangverein Freckenhorst-Hoetmar am Ehrenmal auf dem Lambertusplatz die Gedenkstunde in Hoetmar. Eingeladen hatte die Kameradschaft ehemaliger Soldaten Hoetmar. Monika Kaiser stellte als Mitglied des Rates der Stadt bei ihrer bewegenden Gedenkrede nicht nur die Toten beider Weltkriege in den Vordergrund, sondern erinnerte auch an die Leiden durch Vertreibungen und die gnadenlos diskriminierende Behandlung von Sinti und Roma, Behinderten, Homosexuellen, Kommunisten, Sozialisten und Zeugen Jehovas in der Vergangenheit. Selbst die christlichen Kirchen seien von den Nazis nicht verschont worden. Kaiser erkannte das Wirken vieler Jugendlicher zur internationalen Aussöhnung an. Ihr Appell lautete: „Lasst uns aus der Vergangenheit lernen und alles tun, dass alle Menschen in Zukunft in Frieden und Freiheit leben können.“ Während der Niederlegung eines Kranzes am Mahnmal intonierte der Orchesterverein das Lied vom guten Kameraden. Alle Teilnehmer beendeten die Gedenkstunde mit dem Singen der Nationalhymne.

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