Warendorf
In zweieinhalb Stunden um die Welt

Dienstag, 03.11.2009, 22:11 Uhr

Warendorf - Sie reisten mit leichtem Gepäck. Kugelschreiber und ein Blatt Papier, dazu Vorstellungsvermögen und Abenteuerlust: 85 Gäste machten sich in der Buchhandlung Ebbeke auf den Weg ins Reich der Literatur.

In zweieinhalb Stunden ging es während der Präsentation der „Top Ten“ der Frankfurter Buchmesse um die Welt. „Es ist kalt und der Schnee bedeckt den Hof Aludden auf der Insel Öland“, entführt Reinhard Hesse im „Nebelsturm“ nach Schweden. Wohnt der Tod auf dem Hof, den die Familie gekauft hat?

„Wir glauben die Menschen, die wir lieben, zu kennen“, liest Schauspieler Andreas Fiebig „Geschichten einer Ehe“. Pearlie lebt mit ihrem Mann glücklich in den USA. Als ein alter Freund vor der Tür steht, gerät das Idyll ins Wanken.

England im 15. Jahrhundert ist die nächste Station, die im historischen Roman „Das Zeichen des Sieges“ mit dem Bogenschützen Nicolas Hook in die Schlacht von Azincourt führt, in der König Heinrich V. gegen Frankreich kämpft.

„Ich habe für euch Ehen arrangiert. Die Zeremonie erfolgt übermorgen“, verkündet der Vater überraschend in „Töchter aus Shanghai“. Gestenreich liest Fiebig eine Passage, danach wird Israel in „Das Recht auf Rückkehr“ im Jahr 20024 Schauplatz des seltsamen Verschwindens von Bennie.

Entspannung beschert den Reisenden der „Sommer mit Emma“, die beim chaotischen Familienurlaub auf einem Boot für reichlich Zoff sorgt.

Ganz anders gestaltet sich das Leben der realen Gracia Mendes in „Die Gottessucherin“, die 1496 als Jüdin zwangsgetauft wird und des „wahren“ Glaubens wegen ihr Glück opfert.

T. S. Spivet in „Die Karte meiner Träume“ ist ein genialer Illustrator, aber erst 12 Jahre alt. Das weiß Mr. Jibson vom Washingtoner Smithoniam Institut nicht, der ihn zu einer Preisverleihung einlädt. Perfekt imitiert Fiebig den lispelnden Jibson und sorgt für für allgemeines Gelächter.

Von Amerika nach Oslo: Geheimnissen geht Komissar Viken in „Die Bärenkralle“ nach.

Spaß macht „Sag bloß Mama nichts davon“, doch beim gemeinsamen Wochenende von Samuel und Sohn Jake Sullivan kommen Wahrheiten ans Licht, die besser im Dunkeln geblieben wären.

Als besonderes Schmankerl setzt Fiebig mit „Alte Liebe“ noch einen drauf. „Sind wir eigentlich glücklich, Harry?“ fragt Lore. „Meistens.“

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