Warendorf
Kleine Maßnahme - große Wirkung

Donnerstag, 05.11.2009, 17:11 Uhr

Milte - Den einen sind sie ein Ärgernis , die anderen betrachten sie als Erleichterung: Am Donnerstag wurden bei schlimmstem Novemberwetter die Verkehrsinseln an der Ostmilter und der Ostbeverner Straße offiziell eingeweiht.

Um den schwächsten Verkehrsteilnehmern, alten Menschen und Kindern, das Überqueren der Straßen zu erleichtern, hatte die von Thomas Dreimann geleitete Arbeitsgruppe Umwelt und Verkehr im Arbeitskreis Milter Bürger den Bau von Querungshilfen angeregt; und für diesen Beitrag zur Verkehrsberuhigung, zumindest im Fall der Ostmilter Straße, Kritik von Firmen-Inhabern kassiert, die der Ansicht sind, dass die Einfahrt in die Ostmilter Straße nun zu schmal sei.

Dass dieses nicht den Tatsachen entspricht, wurde am Donnerstag von offizieller Seite bestätigt. Zur Insel-Einweihung waren unter anderen Hubert Ebbeskotte (Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen), Bürgermeister Jochen Walter und Landrat Dr. Olaf Gericke nach Milte gekommen. Jochen Walter attestierte den Bürgern, sich „in vernünftiger Form mit den Gefahrenstellen in Milte befasst und die richtigen Institutionen zur rechten Zeit“ angesprochen zu haben und bezeichnete die Querungshilfen als „kleine Maßnahmen mit großer Wirkung“. Auch Hubert Ebbeskotte und Dr. Olaf Gericke hoben das bürgerschaftliche Engagement und die gelungene Zusammenarbeit zwischen Bürgern und Behörden hervor.

Ausdrücklich lobte der Landrat, der Briefe und Mails, in denen Bürger lediglich meckerten und Ansprüche stellten, überdrüssig, die konstruktive Zusammenarbeit mit der Milter Arbeitsgruppe. Während der Kreis eine Querungshilfe, die auf dem Bauhof eingelagert war, zur Verfügung gestellt hatte, lieferte der Landesbetrieb Baumaterialien. Die Stadt kümmerte sich um die Absenkung der Gehsteige.

Der Landrat überbrachte den Miltern überdies eine frohe Botschaft: So ist für den geplanten Radweg zwischen Ostmilte und Sassenberg nicht nur der Eigenanteil des Kreises in den Haushalt eingestellt. Innerhalb der nächsten zwei Jahre sollen auch Fördergelder aus Düsseldorf fließen. „Das sind ja gute Nachrichten“, freute sich Christa Pigulla, Mitglied des Arbeitskreises, der Stil bewies und sich bei allen Beteiligten mit Schwarzbrot und Aufgesetztem für die gute Zusammenarbeit bedankte.

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