Warendorf
Ohne Senioren ist kein Staat zu machen

Dienstag, 23.02.2010, 21:02 Uhr

Warendorf - Ihren 30. Geburtstag feierte jetzt die Senioren-Union Warendorf. Am 30. Januar 1980 wurde sie als Seniorenkreis Warendorf von Paul Niesert , Heinrich Windelen und Heinz-Josef Christian gegründet und ist seitdem aus der politischen Landschaft Warendorfs nicht mehr wegzudenken.

Die Geschichte der Senioren-Union ließ Hermann Wohlers bei einem Treffen im West-End Revue passieren. Der erste Vorsitzende des Seniorenkreises wurde Paul Niesert, der 1986 von Theo Busse abgelöst wurde. In Busses Amtszeit fällt auch der nahtlose Übergang vom Seniorenkreis zur Senioren-Union.

Auf Bundesebene wurde die Senioren-Union am 20. April 1988 gegründet. In Warendorf ist erstmals im September 1988 die Rede von der Senioren-Union. Busse wurde 1993 von Hans Veit abgelöst, ihm folgte 2001 Hans Schulte. Seit 2008 leitet Walter Lütke Hündfeld die Geschicke der Senioren-Union, die derzeit 155 Mitglieder hat. Allein zwischen 1994 und 2010 organisierte die Senioren-Union Warendorf 150 Veranstaltungen, darunter Stammtisch-Gespräche und Tagesfahrten, an denen über die Jahre rund 5 000 Besucher teilnahmen.

Im Rahmen einer Feierstunde wurden jetzt verdiente Mitglieder mit einer Urkunde geehrt: Heinrich Windelen als Mitbegründer der Senioren-Union, Eugenie Haunhorst, die 18 Jahre lang im Vorstand tätig war, Marie-Luise Christian, die 15 Jahre im Vorstand tätig war, und Heinz-Josef Christian, Mitbegründer der Senioren-Union und selbst 15 Jahre lang im Vorstand tätig. Außerdem wurde Wilhelm Bentfeld geehrt, der sieben Jahre im Vorstand mitarbeitete und Hans Schulte, der zehn Jahre im Vorstand aktiv war, davon sieben Jahre als Vorsitzender. Posthum wurde auch Dr. Günther Drescher geehrt, der 18 Jahre zum Vorstand der Senioren-Union gehörte.

Zu Gast war auch der Landesvorsitzende der Senioren-Union, Leonhard Kuckart, der über den „Stellenwert der Senioren in unserer Gesellschaft“ referierte. „Ohne die Senioren ist kein Staat zu machen“, erklärte er. Schließlich seien bereits heute mehr Menschen über 65 Jahre alt als unter 20 Jahren. Gerade im Hinblick auf den fortschreitenden demografischen Wandel machte Kuckart deutlich, dass sich die ältere Generation stärker politisch einbringen müsse. „Senioren gehören in die Parlamente, wo Entscheidungen getroffen werden. Kuckart sieht es als Aufgabe der älteren Bürger an, eine Zukunft (mit-)zugestalten, in der sich ihre Enkel wohlfühlen. Reformbedarf sieht er insbesondere im Bereich der Rente und im Gesundheitswesen.

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