Warendorf
„Wollen keinen stehen lassen“

Mittwoch, 03.02.2010, 17:02 Uhr

Hoetmar - Ehe am Rosenmontag der Hoetmarer Bürgerbus zur ersten Dienstfahrt startet, soll er der Bevölkerung im Zuge einer Eröffnungsfeier (Sonntag, 7. Februar ab 11 Uhr) vorgestellt werden, die der Bürgerbusverein seit einigen Tagen mit Plakaten auch in Sendenhorst und Everswinkel bewirbt. In einem Wortgottesdienst im Feuerwehrgerätehaus, das selbstverständlich beheizt sei, wie Paul Schwienhorst augenzwinkernd bemerkt, soll das Fahrzeug auch gesegnet werden.

Eingeladen zu der Feierstunde, die mit einem Sektempfang beginnt, sind neben allen Hoetmarer Bürgern als Ehrengäste Vertreter der Bezirksregierung und der RVM, Landrat Dr. Olaf Gericke sowie Bürgermeister Jochen Walter. Mitgestaltet wird der Festakt vom Schulchor und vom Everswinkeler Ensemble „Musica viva“. Ausklingen wird die Eröffnungsfeier mit einem Frühschoppen.

Die Motoren des Bürgerbus-Projektes, Paul Schwienhorst und Lambert Kortenjann , versprechen viele Attraktionen für die jüngsten Hoetmarer. Unter anderem wird ein Glücksrad aufgebaut, an dem auch Bürgerbus-Fahrkarten zu gewinnen sein werden. Jeder Gast soll zudem ein ganz besonderes Geschenk erhalten. „Das gibt es nur zur Einweihung und in der ersten Woche für alle Mitfahrer, danach wird es das nie mehr geben“, geben sich Schwienhorst und Kortenjann geheimniskrämerisch.

Für die Erwachsenen haben die Bürgerbus-Macher ein besonderes Event ersonnen. Sie sind eingeladen, sich an einem Bürgerbus-Wettziehen zu beteiligen. Insbesondere Vereine sind gefordert, sollen doch vier bis fünf Personen zählende Mannschaften gegeneinander antreten. Wer mag, meldet sich unter der Email-Adresse buergerbus@hoetmar.de dazu an. Für die erfolgreichsten Teams gibt es Preise. An den Mann, die Frau und das Kind bringen möchte der Bürgerbusverein am Sonntagvormittag auch die ersten Fahrkarten, die in 25er-Blöcken in drei Kategorien angeboten werden. Die gelben Tickets für Kinder kosten 50 Cent pro Stück, die grauen, mit denen Erwachsene von Hoetmar nach Everswinkel oder Sendenhorst fahren können, einen Euro, die blauen Tickets, mit denen Erwachsene innerorts befördert werden, 50 Cent. Im Dorf sind die Bürgerbus-Fahrpläne bereits verteilt worden. „Wir gehen aber auch noch in die Bauerschaften“, versichert Lambert Kortenjann. Über die Anschlussverbindungen, etwa in Münster, werde im Bürgerbus selbst informiert, ergänzt Paul Schwienhorst.

Außerdem weist er darauf hin, dass sich größere Gruppen eine halbe Stunde vor Abfahrt des Busses in Richtung Everswinkel melden sollten, damit zusätzlich ein Taxi organisiert werden kann, das dann zum Bürgerbus-Preis fährt. Schwienhorst, mit Blick auf das schlagzeilenträchtige Verhalten mancher Bahnbediensteter: „Wir wollen keinen stehen lassen.“ Und Kinder würden ohnehin immer mitgenommen. „Kinder unter sechs Jahren sind frei.“

Ab Sonntag ist die Homepage des Vereins im Internet geschaltet. Unter www.buergerbus-hoetmar.de findet der User neben Fahrplänen auch die Vorstellung von Fahrzeug und Fahrern. Auf rund 40 Chauffeure kann der Verein nun zurückgreifen. Und Paul Schwienhorst, der genau wie Lambert Kortenjann viel Zeit und Herzblut in das Bürgerbusprojekt investiert hat, ahnt schon jetzt, dass das Rekrutieren neuer Fahrer auf Dauer eine wesentliche Aufgabe des Vorstandes sein wird.

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