Warendorf
Grünes Wohnzimmer

Samstag, 10.04.2010, 08:04 Uhr

Freckenhorst - Die Terrasse ist neu gepflastert, der Weg fast fertig. Hochbeete für Kräuter und Gemüse sowie Blumenrabatten umranden den halb überdachten Platz mit Sitzgelegenheiten. Ein Birnbaum steht links. und der runde Brunnen rechts lädt zum Verweilen ein. Zwei Pflanz­tische unter dem Abdach sind ebenfalls vorgesehen. Die zwei Betonsäulen weiter hinten werden mit einen buntes Blumenmuster aus Graffitti-Kunst dekoriert. Zwischen den Häusern Bonifatius und Everword entsteht ein etwa 250 Quadratmeter großer lebendiger Nutzgarten für die Bewohner des Dechaneihofes Freckenhorst.

„Der Garten ist wie ein grüner erweiterter Wohnraum und soll die Sinne anregen“, erläutert Monika Abeling (Dechaneihof), die nach einer Fortbildung bei Gartenbau-Ingenieurin Ilse Cupok ( Alexianer ) in Münster das Projekt initiierte. „Die Bewohner können ihre Erfahrungen einbringen und haben dadurch Erfolgserlebnisse.“

Durch Sinneserfahrungen, Erleben des Wetters, Beobachtungen der Flora und Fauna soll sich das Wohlbefinden der Bewohner verbessern, so das Ziel der Maßnahme.

Auch die sozialen Kontakte und die Kommunikation werden gestärkt, kleine Feste sollen in dem grünen Wohnzimmer ebenfalls gefeiert werden.

Gern erklärten sich die Senioren Ursula Brickenkamp, Gottfried Brömme, Franz Nossol, Ernst Brückner und Gertie-Lore Gärtner bereit, bei der Gestaltung beratend zur Seite zu stehen. Wo sollen die Kartoffeln gepflanzt werden? Welcher Dünger ist der beste? Schnell entspann sich am Mittwochnachmittag eine lebhafte Diskussion unter den Experten, als der Buchsbaum, der die Wege einfassen soll, von den ehrenamtlichen Helfern und Betreuungsassistenten Christel und Heinz Döpker, Günnewig, Cornelia Lückener-Korte, Johannes Roling (Kloster zum Heiligen Kreuz) und Monika Abeling gesetzt wurde. Hedwig Böhmer und Margot Seiler besorgten Pflanzen, ein Teil wurde von der Gärtnerei Murrenhoff gespendet. Sr. Walburga wird spirituelle Elemente wie Bibelsprüche auf Tafeln in den Garten einbringen. Die Elemente Wasser, Wind, Luft und Feuer sollen symbolisiert werden und bieten so an stillen Ecken Gelegenheit zur Meditation. Tomaten, Möhren, Zucchini, Erdbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren und Blumen - der lebendige Nutzgarten soll eine vielfältige Ernte bringen.

Für die Pflege und Unterhaltung des Gartens werden noch ehrenamtliche Helfer sowie Sponsoren gesucht. Potenzielle Staudenspender werden gebeten, sich erst an der Pforte ( ' 0 25 81/9 46 80) zu melden.

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