Warendorf
In fünf Minuten startklar

Donnerstag, 03.06.2010, 10:06 Uhr

Warendorf - Das Josephs-Hospital ist topfit in der Behandlung von Schwerverletzten - und kann das jetzt auch belegen. Mit einem Zeugnis, das bis ins letzte Detail die Leistungsfähigkeit des Krankenhauses attestiert.

Das Josephs-Hospital ist als Lokales Traumazentrum zertifiziert worden. Für Dr. Rolf Doht , den Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie des Hauses, ein Erfolg ganz im Sinne der Patienten: „Schließlich wollen wir eine optimale Betreuung sowie effektive und effiziente Versorgung der Patienten sicherstellen.“

Dafür muss das Warendorfer Krankenhaus einen ganzen Katalog von Kriterien erfüllen, den die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie formuliert hat und der flächendeckend und bundesweit Gültigkeit hat.

Rund 40 Krankenhäuser im Bereich zwischen Münster, Oldenburg und Bielefeld gehören zum „Traumanetzwerk Nord-West“. Das Josephs-Hospital gehört zu den ersten, die die Zertifizierung bereits bestanden haben.

Um den Test zu bestehen, muss das Haus logistisch und organisatorisch optimal strukturiert sein. Dazu gehört eine bis ins letzte Detail vorgeschriebene Ausstattung der Behandlungsräume mit Geräten (von Ultraschall bis CT ) und eine entsprechende personelle Besetzung.

Ganz wichtig sind in diesem Zusammenhang aber auch die ausgeklügelten Strukturen bei der Alarmierung der Helfer. Schon die Retter am Unfallort können über eine spezielle Trauma-Hotline direkt die Spezialisten im Josephs-Hospital erreichen. Genauso fix ist die Mannschaft des Krankenhauses an Ort und Stelle: Je nach Unfallart werden die benötigten Fachleute direkt „zusammengetrommelt“ und treffen ohne Verzögerung im so genannten Schockraum ein, der dann vom Pflegepersonal bereits entsprechend vorbereitet worden ist. „Innerhalb von fünf Minuten sind alle vor Ort“, betont Birgit Höhne, die Pflegeleiterin der Notfallaufnahme.

Strukturierte Kommunikation und strukturierte Behandlungsabläufe - das sind die wichtigen Komponenten der Traumabehandlung. Hinzu kommt eine abgestimmte und enge Zusammenarbeit der verschiedenen Krankenhäuser im Netzwerk. Und das rund um die Uhr. „Nicht ganz einfach“, sagt Doht. Aber gut.

Dafür investiert das Krankenhaus nicht nur in Geräte, sondern auch in Personal. „Diesen Aufwand bekommt man natürlich nicht umsonst“, macht Verwaltungschef Dr. Martin Biller deutlich. Andererseits sei die Qualität der Notfallversorgung auch so etwas wie eine Visitenkarte des Hospitals.

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