Warendorf
Jour fixe: Musikgenuss in fußballfreier Zone

Sonntag, 13.06.2010, 22:06 Uhr

Warendorf - Kunst verbindet Europa . Gemälde und Fotos des „Comenius-Projektes“ mit Partnerschulen aus Litauen, Italien, Schweden und der Türkei zeigten Leiter Walter Schmalenstroer und Kollegen des Mariengymnasiums Warendorf beim Jour fixe. Johannes Niehaus beeindruckte am Flügel mit Werken aus den bereisten Ländern. Zu ausführlich geriet allerdings der überlange Reisebericht. Schade, dass keiner der jungen deutschen Künstler selbst seine Arbeiten präsentierte, das eigentliche Kunstprojekt - die jeweilige landestypische Architektur, Landschaft und Atmosphäre malerisch und zeichnerisch umzusetzen - geriet ein wenig aus dem Fokus. Stellt sich die Frage, ob der Jour fixe als Kleinkunstbühne der richtige Rahmen für eine solches Schulprojekt ist.

„Vor drei Tagen habe ich noch nicht gedacht, dass ich hier oben stehen würde“, gab Christian Havelt zu. Kurzfristig sprang der Warendorfer als Co-Moderator in der „fußballfreien Zone“, wie es Moderator André Auer nannte, ein und erhielt für seine Premiere ebenfalls einen „Flaffel“ (Jour-fixe-Maskottchen).

„Wenn die nicht persönlich begrüßt werden, dann sind sie echt schlecht“, drohte Chorleiter Christian Straub an. Lachend ließ sich das Publikum auf die witzige Anmoderation ein und klatschte beim souveränen Auftritt von „Musaic“ begeistert mit. Perfekte Harmonien, gute Stimmen und spürbare Erfahrung der früheren „Gospel-Train“-Sänger servierten den 80 Gästen im Dachtheater einem sehr stimmungsvollen musikalischen Hochgenuss mit Zugabe.

Sehr gefühlvoll entführten Sängerin Greta Ude und Susanne Hagemeier (Gesang, Klavier) im Duett dann in eine laue Sommernacht. Viel Beifall erhielten die bekannte Stücke „Somebody“, „Gravity“ und „Gabriell`s song“, besonders der Lagenkontrast der exzellenten Sopran- und Altstimme setzte gekonnt musikalische Akzente.

Bis nach 23 Uhr mussten die Münteraner „voiceprint“ mit Birgit Schneider, Ines Niehaus, Friedrich Chasin, Selcuk Barlak und Moritz Lippmann auf ihren Auftritt warten. Ihr a-Capella-Gesang war der Höhepunkt des Abends. Flotte Barber-shop-songs Gospels und ein „Ave Maria“, auch die ungewöhnliche Auswahl überzeugte sogleich. Mehr davon.

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