Warendorf
Außergewöhnliche Annäherung ans kühle Nass

Dienstag, 20.07.2010, 07:07 Uhr

Freckenhorst - Kleine Papierschiffchen fordern gleich rechts zu Wasserspielen auf, mächtige Wellenberge versprechen herrliche Abkühlung. Faszinierende Spiegelungen und große detailreiche Uferlandschaften ziehen die Blicke der Betrachter sogleich auf sich. Links blühen Seerosen, eine Libelle schwebt regungslos in der Luft.

Wer am Sonntag die Ausstellung „Wasser“ der Malgruppe „Kleine Werkstatt“ im Atelier Günter Wintgens besuchte, durfte sich ganz entspannt auf eine facettenreiche Entdeckungsreise begeben. 21 Malerinnen (Roswitha Bellenberg, Christa Löffler-Tichy , Jana Richter, Leonie Bieckmann, Anna-Lena Black, Monika Halverschscheid, Martina Dahlhues, Ute Elisabeth Korn, Kristina Schaefer, Elisabeth Richter, Johanna Mußenbrock, Beate Hannig-Grethlein, Sigrun Brüssow, Reinhild Niehoff, Renate Werner, Jutta Sander, Beatrix Rieping, Cordula Kahrmann, Kirsten Beutel, Brigitte Schäfer und Carla Rieping), die sich weniger als Künstlerinnen verstehen, sondern sich nach eigenen Angaben „künstlerischer Mittel bedienen“, zeigten außergewöhnliche Annäherungen an das kühle Nass.

„Die Besucher sind generell erst einmal fassungslos“, verriet Wintgens schmunzelnd. „So eine Qualität wird erst einmal nicht erwartet.“ Ob Bleistift, Kohle, Aquarell oder Öl- oder Acrylfarbe, allen Werken ist die intensive Beschäftigung mit dem Thema und der Malerei anzusehen. „Ich finde es immer toll, dass so etwas erreicht werden kann“, lobte der freischaffende Künstler die Arbeiten seiner Schülerinnen. Auch die Besucher Armin Bohle und Martin Dahlhues zeigten sich beeindruckt.

„Dies ist weniger eine Schule, mehr ein Treffen an sich“, erzählte Wintgens weiter, der sich eher in beratender Funktion für die Malerinnen sieht. Dennoch: Jedes der wöchentlichen Treffen wird stets vom gemeinsamen figürlichen Zeichnen eingeleitet, eine solide Ausbildung, die in den Bildern deutlich Spuren hinterlässt. Die jüngste Austellerin ist elf Jahre alt, mehrere 16-Jährige sind schon seit sechs Jahren dabei, viele Ältere bereits seit Anfang der Neunziger. „Es ist nicht zu unterscheiden, welches Werk von wem ist“, bestätigte Wintgens gern. Gegenständliche Darstellungen bildeten den stilistischen Schwerpunkt, ganz individuell und spielerisch beschäftigten sich die Künstlerinnen mit dem so alltäglichen und allgegenwärtigen Element und boten dem Betrachter höchst variationsreiche Möglichkeiten zum Eintauchen.

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