Warendorf
Knast ist kein Kinderzimmer

Dienstag, 20.07.2010, 15:07 Uhr

Warendorf - Die Polizei - Dein Freund und Helfer. Welcher kleine Junge träumt nicht davon, später mal Polizist zu werden? Im Rahmen der Ferienaktionstage bot sich jetzt für 20 Kinder im Alter von zehn bis 13 Jahren die Möglichkeit, die Polizeiwache an der Wilhelmstraße 26 in Warendorf zu besichtigen und einen Blick hinter die Kulissen eines Polizeialltags zu werfen.

Wolfgang Krause , Polizist und Ansprechpartner im Bezirksdienst „Schulviertel“, und sein Kollege Christian Krude zeigten den Kindern die Polizeiwache von oben bis unten. „Wer nicht fragt, bekommt keine Infos!“, ermutigte Krause die Kinder Fragen zur Polizeiarbeit zu stellen. Wofür stehen die Sterne auf der Uniform? Wie sind die Polizeiautos ausgestattet? oder Wie sieht eine Schutzweste aus? Auf die Frage, was die Kinder auf alle Fälle sehen wollen, fielen Schlagwörter wie „Knast“, oder „Pistole“.

„Nicht so vorteilhaft und bequem eingerichtet, wie Euer Kinderzimmer.“, beschrieb Krause die drei Zellen. „Die Polizei hat keine Geheimnisse. Ihr könnt alles sehen.“, so Krause weiter. Zudem erzählte er den interessierten Kindern eigene Erlebnisse und Erfahrung aus seiner Dienstzeit. Weiter ging es im Sicherheitsbereich. Die Pistole gehört zum sensiblen aber auch gefährlichen Bereich der Polizei. „Aber die Pistole gehört nun mal zur Uniform dazu. Das ist vom Innenministerium so vorgeschrieben“, erzählte Krause den Kindern.

Um Täter zu überführen, benötigt die Polizei in erster Linie den Fingerabdruck. Der Fingerabdruck eines jeden Menschen ist individuell. Als Andenken an die Besichtigung durfte jedes Kind einen Fingerabdruck machen, der in einem Pass zu finden ist. Diesen Fingerabdruckpass durften die Kinder am Ende der Besichtigung mit nach Hause nehmen.

Einmal auf den Sitz im Polizeiauto zu klettern, durfte nicht fehlen. Einen weiteren Einblick bekamen die Kinder in die Arbeit des Wach - und Wechseldienstes. Und was machen Hunde bei der Polizei? Spürhunde bieten den Beamten zusätzlichen Schutz und helfen bei der Suche nach Sprengstoff, Drogen , Rauschgift und Leichen.

Auf die Frage, wer denn später mal bei der Polizei arbeiten möchte, antwortete Benedikt: „Vielleicht werde ich Polizeibeamter!“ Krause berichtete anschließend von den Aufgaben der Polizei und der Polizeistation. Die Wache an der Wilhelmstraße 26 gibt es jetzt schon seit fünf Jahren. 80 Kollegen arbeiten dort in Zusammenarbeit mit der Mordkommission Münster und der Dienststelle im Kreishaus Warendorf. Einen wohlgemeinten Rat gab Krause den Kindern noch mit auf den Weg: „Bleibt artig und fallt bei der Polizei nie negativ auf.“

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