Warendorf
Unterstützung für das Drobs-Mobil

Dienstag, 20.07.2010, 15:07 Uhr

Warendorf - Jeden Donnerstag von 14.30 bis 16.30 Uhr steht das Drobs-Mobil, die mobile Drogenberatungsstelle, auf dem Parkplatz „Oberer Lohwall“ am Jugendzentrum. Seit einem Jahr auch donnerstags von 17 bis 18 Uhr in Freckenhorst nahe dem Parkplatz von Rossmann , Aldi und Kik, und leistet seine segensreichen Dienste. Das Ziel: eine möglichst flächendeckende Versorgung von Hilfe suchenden Konsumenten legaler und illegaler Drogen gewährleisten.

Neben den Konsumenten haben deren Angehörige, das heißt Lebensgefährten, Freunde, Eltern und andere interessierte Personen, zum Beispiel Fachkräfte und Schüler, die Möglichkeit, die Angebote des Drobs-Mobils zu nutzen. Denn längst beschränkt sich das Sucht- und Drogenproblem nicht mehr nur auf die Brennpunkte einiger Großstädte. Mehr und mehr bedroht Drogenmissbrauch auch das Leben vor allem von Kindern und Jugendlichen in scheinbar idyllischen, ländlicheren Gebieten. Und es gibt kaum Eltern, die nicht schon einmal Angst davor gehabt haben, dass ihr Kind allen Aufklärungs- und Warnungsversuchen zum Trotz mit Drogenkreisen in Berührung kommt.

Das Drobs-Mobil vor Ort als Einrichtung des hoch motivierten „Fördervereins Drobs-Mobil Warendorf“ mit Beteiligung aller Parteifraktionen gibt es seit 1999. Das Fahrzeug stammt vom Förderkreis Jugend- und Sozialberatung in Ahlen, für die Bezahlung des sozialpädagogischen Beraters kommt der „Förderverein Drobs-Mobil“ auf. Unter der treffenden Charakterisierung „anonym-freiwillig-kostenlos-unbürokratisch“ ist es inzwischen zum Erfolgsmodell geworden. Die zunehmende Akzeptanz dieser mobilen Drogenberatung ist nicht zuletzt dem engagierten Einsatz des qualifizierten Mitarbeiters der Beratungsstelle, des Diplom-Sozialpädagogen Jan Sosna , zu verdanken, der für das Jahr 2009 während der 42 Stelltage in Warendorf und Freckenhorst 40 Therapiegespräche sowie 35 Vermittlungen zur psychosozialen Begleitung Ausstiegswilliger verzeichnete - und damit deutlich mehr als in den Jahren zuvor.

Nach Stand vom 29. Juni fanden im laufenden Jahr an bislang 43 Stelltagen bereits 148 Beratungskontakte statt, was wieder einen bemerkenswerten Zuwachs bedeutet. Sosna versteht es, zwanglos, einfühlsam und auf Augenhöhe mit den Jugendlichen umzugehen, auch einfach einmal „nur“ mit ihnen zu reden.

Er ist den meisten inzwischen persönlich bekannt und stets ansprechbar, auch wenn man ihn einmal außerhalb der „Dienstzeiten“ etwa im HoT oder auf seinem Heimweg nach Dortmund auf dem Bahnhof oder im Zug antrifft.

Die Aktion Kleiner Prinz hat kürzlich beschlossen, das Drobs-Mobil im Jahr 2010 mit 5 000 Euro und im folgenden Jahr mit vorerst 2 500 Euro zu unterstützen, um damit einen Teil zur Bezahlung des Sozialpädagogen beizutragen.

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