Warendorf
Lob für die Radwegebauer

Samstag, 24.12.2011, 19:12 Uhr

Einen-Müssingen - „Die Radwegebauer sind die größte Bürgerinitiative im Kreis Warendorf “, bemerkte Franz-Josef Buschkamp gestern Nachmittag, als er die aus dem Dorfmarketing hervorgegangene, etwa 25 Helfer zählende Arbeitsgruppe der fleißigen Radwegebauer zu ihrer Leistung beglückwünschte. Einen halben Kilometer lang ist das Teilstück, an dem das Bauteam um Josef Wiedenlübbert und Georg Micke zwischen Februar und Mai an acht Samstagen gearbeitet hatte, und das gestern Nachmittag offiziell eröffnet worden ist.

Mit ihrem Engagement hätten die Bürger einen Beitrag für mehr Sicherheit geleistet, befand Buschkamp.

Der Kreis hatte das Teilstück, die Fortsetzung des 2004 vom Bauteam geschaffenen Radweges zwischen Milte und Einen, mit 3 900 Euro bezuschusst. 5000 Euro gab es von der Stadt, 20 000 Euro vom Land.

Hoch erfreut über das bürgerschaftliche Engagement zeigte sich Bürgermeister Jochen Walter, der auch den Eifer würdigte, mit dem der Bautrupp zur Tat geschritten war - und das, ehe die Verträge gemacht waren. Die Verwaltung habe da ein Auge zugedrückt, bemerkte der um das Know-how der Radwegbauer wissende Bürgermeister schmunzelnd.

Hubert Ebbeskotte, Leiter der Abteilung Betrieb und Verkehr beim Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen, Niederlassung Münster, berichtete, dass das Land im vergangenen Jahr insgesamt 5,4 Millionen Euro in den Bau von Bürgerradwegen investiert habe, 3,3 Millionen davon allein im Bezirk Borken, Coesfeld, Steinfurt, Warendorf. 80 bis 90 Projekte seien hier realisiert worden. Das seien 180 Kilometer Radwege im Bezirk. Nach den „üblichen Spielregeln“ seien diese in Zeiten leerer Kassen kaum finanzierbar. Wenn eine Verwaltung den Radweg bauen würde, würden Kosten in Höhe von 200 000 Euro fällig, bemerkte Ebbeskotte. „Ohne die tatkräftige Hilfe der Bürger wären diese Radwege also niemals zustande gekommen.“ Die Bürgerinitiative Dorfmarketing Einen-Müssingen, die den Radwegbau angestoßen hatte, könne daher stolz auf sich sein. Deren Vorsitzender, Gregor Stockmann, dankte allen an der Realisierung des Radweges Beteiligten, insbesondere Georg Micke, Josef Wiedenlübbert und ihrem Team. Seine Bemerkung, dass Radler, die von Milte nach Telgte fahren wollten, künftig nicht mehr zwangsläufig durch Einen fahren müssten, veranlasste Hubert Ebbeskotte zu der launigen Bemerkung, dass es dann aber schade sei, dass das neue Radweg-Teilstück überhaupt gebaut worden ist. „Ich weiß schließlich, wie schön Einen ist, da wäre es doch schade, nicht durch den Ort zu fahren.“ Nachdem die „Offiziellen“ und die kleine Sarah Drop das Flatterband durchschnitten hatten, radelten und spazierten die Beobachter dieses Ereignisses zum Hof Schulze Osthoff. Bei einem Umtrunk wurde hier auf den neuen Radweg angestoßen.

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