Warendorf
Damit Milte eine Zukunft hat...

Donnerstag, 18.11.2010, 05:11 Uhr

Milte - Die letzte Hausarztpraxis in Milte ist geschlossen. Dass die Bürger in 20 Jahren nicht für jede Tüte Milch per Bus nach Warendorf oder Ostbevern fahren müssen, kann gegenwärtig keiner garantieren. Und auch auf den Feldern Jugendarbeit und Sport, so eine Erkenntnis des rührigen Arbeitskreises „Milter Bürger“, laufe längst nicht alles optimal.

Um demografischem Wandel, Strukturwandel und anderen Faktoren beizeiten aktiv zu begegnen, das zurzeit noch 1960 Einwohner zählende Dorf fit für die Zukunft zu machen, wollen die Stadt Warendorf, das Büro planinvent (Münster) und der Arbeitskreis Milter Bürger nun in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung ein Dorfentwicklungskonzept (DEK) „Milte 2030“ entwickeln.

Per Postwurfsendung und über Plakate sind die Bürger für kommenden Dienstag (23. November), 19.30 Uhr zur Auftakt- und Informationsveranstaltung „Milte 2030“ in die Schützenhalle eingeladen worden. Ausdrücklich auch die Jugendlichen, die „jungen Erwachsenen von 2030“, wie Dr. Hermann Mesch (Arbeitskreis Milter Bürger) zu bedenken gibt.

„Das fertige DEK soll Milte in all seinen Facetten abbilden und entsprechende Perspektiven aufzeigen“, erläuterte Dr. Frank Bröckling , Geschäftsführer von planinvent, jenem Büro, das derzeit auch die DEK-Erstellung in Einen-Müsingen begleitet, die Zielsetzung gestern in einem Pressegespräch.

Wie das konkret vonstatten gehen kann, soll am kommenden Dienstag erörtert werden. Außerdem sollen die Bürger in dieser ersten Versammlung in einer Art Bestandsanalyse die Stärken und Schwächen Miltes aufzeigen und erste Vorschläge machen, wie „ihr“ Dorf in 20 Jahren aussehen könnte.

Informiert wird an diesem Abend ferner über das DEK und das weitere Vorgehen im nächsten halben Jahr. Zu Beginn der Sommerferien soll ein „Fahrplan“ für die nächsten 20 Jahre stehen.

In einer weiteren Versammlung (Dienstag, 30. November, 19.30 Uhr, Biedendieck) haben alle Milter die Möglichkeit, konkrete Projektideen einzubringen. Diese könnten zum Beispiel mit Fassadengestaltung im Ortsbild, Entwicklung touristischer Neuerungen, Planung der Ortsstruktur, Optimierung des Freizeitangebotes oder wirtschaftlichen Verbesserungen zu tun haben.

Baudirektor Oliver Knaup sieht in einem DEK die „einmalige Gelegenheit, das ganze Dorf zu mobilisieren und eine nachhaltige Zukunftsplanung zu entwickeln, die auf größtmögliche Akzeptanz bei allen stößt.“ Als nützlich erweisen könnten sich Dorfentwicklungskonzepte, wie sie auch in Freckenhorst und Hoetmar entstehen sollen, sobald sich Möglichkeiten der Förderung durch Dritte auftäten. Und: „Ein DEK schafft“, so Geograph Frank Bröckling, „auch Investitionssicherheit“.

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