Warendorf
„Dieser Umzug war ein Glücksfall“

Mittwoch, 02.02.2011, 05:02 Uhr

Freckenhorst - Mit einem Festgottesdienst in der Stiftskirche wurde am Sonntag der heiligen Thiatildis gedacht. Aus Anlass des Festes der Freckenhorster Ortsheiligen trafen sich am Montagabend zahlreiche Mitglieder des Heimatvereins in der Gaststätte Huesmann zum traditionellen Grünkohlessen.

Wilma Richter begrüßte als Heimatvereinsvorsitzende die zahlreichen Gäste im voll besetzten Saal, darunter auch erstmalig Bürgermeister Jochen Walter. Er bedankte sich für die Einladung des Heimatvereins und freute sich über die vielen Heimatfreunde, die der Tradition gefolgt waren.

Das Thiatildisessen nutzt der Heimatverein stets, um in der Stiftsstadt verdiente Personen zu ehren. Am Montag sagte der Heimatverein Doris Schröer und Wolfgang Otterpohl führ ihr Engagement Dank. Die Laudatio auf Doris Schröer hielt ihre Nachfolgerin im Amt der stellvertretenden Bürgermeisterin, Doris Kaiser. 1964 sei Doris Schröer zunächst nach Warendorf gezogen, 1975 folgte der Umzug nach Freckenhorst.

„Dieser Umzug war für Freckenhorst ein Glücksfall“, so Kaiser. 1980 wirkte sie an der Gründung der Mutter-Kind-Hilfe, die seit 1995 Träger des Kindergartens „Wichtelhöhle“ ist, mit, der sie als Vorsitzende vorsteht. Vielen jungen Familien habe sie in den Jahren geholfen. Diesem Engagement sei auch schon ein Kotflügel zum Opfer gefallen, wusste Doris Kaiser zu berichten.

Sie nannte zahlreiche weitere Beispiele des umfangreichen Einsatzes Schröer. So organisierte Doris Schröer die Sommerfeste am Kreuzkloster, übernahm den Vorsitz des Förderkreises des Kinder- und Jugendchores und fungierte als Ankleidefrau beim Nikolaus-Collegium. Auch zum Heimatverein habe sie stets einen guten Kontakt gepflegt.

Wilma Richter würdigte das Wirken Wolfgang Otterpohls in der Stiftsstadt. Der gebürtige Westkirchener habe schon in frühen Jahren Kontakt nach Freckenhorst gepflegt. Seit seiner Hochzeit 1972 lebt Otterpohl zusammen mit seiner Frau Hanni in Freckenhorst. Er ist Gründungsmitglied des Freckenhorster Heimatvereins und war im Vorstand aktiv. Seine Zeit stellte er auch den Freckenhorster Nachbargemeinschaften zur Verfügung, Zehn Jahre lang war er Vorsitzender der Nachbargemeinschaft Stadtmitte. 1990 fungierte Otterpohl als Initiator und erster Moderator des Kinderkarnevals, der bis heute aus dem Programm der Nachbargemeinschaft nicht wegzudenken sei. Auch für den Kinder- und Jugendchor und den TuS 07 habe er sich stark gemacht.

Musikalisch wurde das Thiatildisessen von Stiftskantor Martin Geiselhart am Klavier begleitet, außerdem stimmte die Freckenhorster Chorgemeinschaft einige Lieder an.

Ida Klosterkamp berichtet vom Thiatildisfest 1941. Als Kind hatte sie einen Aufsatz in der Schule schreiben müssen, da an diesem Tag die Fabrik der Firma Kreimer ausgebrannt war.

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