Warendorf
Baugenehmigung nicht aufgehoben

Mittwoch, 04.05.2011, 06:05 Uhr

Münster/Milte - Nicht unerheblich könnte ein geplanter gigantischer Mobilfunkmast in der Bauerschaft Ostmilte eine vorhandene Wohnanlage beeinträchtigen. Ganze 53 Meter soll der Sendemast für Telekommunikationszwecke in den Himmel ragen.

Doch das von der Stadt Warendorf genehmigte Bauvorhaben stößt, wie mehrfach berichtet, auf Widerstand. Denn die Befürchtungen, dass nach der Inbetriebnahme von dem Sendemasten gesundheitsbeeinträchtigende Strahlungen ausgehen können, machen die Nachbarn sensibel.

Im Rechtsstreit um das Bauvorhaben mit der Stadt Warendorf standen beide Parteien zum wiederholten Male vor dem Verwaltungsgericht . Die Klägerin - Miteigentümerin eines benachbarten Grundstücks in Ostmilte - kam allerdings gestern beim Verwaltungsgericht mit ihrem Antrag auf Aufhebung Baugenehmigung nicht weiter. Denn schon kurz nach Eröffnung der mündlichen Verhandlung machte die Richterin deutlich, dass die Klage keinen Erfolg haben werde. Deshalb zeigten sich am Ende die Klägerin und ihr Anwalt auch nicht einmal überrascht, als die Klage abgewiesen wurde.

In dem äußerst sachlich geführten Rechtsstreit machte der Anwalt der Klägerin deutlich, dass es auch darum gehe, dass sich irgendeine Stelle mit der Frage auseinandersetze, ob es wissenschaftlich neue Erkenntnisse zu den Auswirkungen der thermischen Strahlungen gebe. Es sei zweifelhaft, ob die Grenzwerte noch ausreichend sind. Die Stadt Warendorf habe auch selber die immissionsrechtlichen Bestimmungen prüfen müssen, so der Anwalt.

In der zu Grunde liegenden Klage ging es gestern primär aber nur um die Baugenehmigung. Und die regelt nicht den Betrieb der Anlage, so die Vorsitzende Richterin. Die Frage nach der Standortbescheinigung und der damit einhergehenden Strahlenbelastungen ist bereits Gegenstand eines weiteren anhängigen Verfahrens

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