Warendorf
Der König singt ein Liebeslied

Montag, 30.05.2011, 02:05 Uhr

Milte - Einen venezianischen Maskenball, bei dem eine Gondelfahrt des Königs Gerd Weil nicht fehlen durfte, der seiner Königin Hildegard prompt ein Liebeslied sang, feierten die Bürgerschützen am Samstag anlässlich des 47. Heimatabends. Das Thema Liebe in all ihren Facetten beschäftigte auch die Mitglieder der Landjugend, die mit vergnüglichen Sketchen für Stimmung sorgten.

Die Tanzgruppe „La Chica“ sorgte nun schon im zweiten Jahr für einen sehenswerten Auftritt auf der Showbühne. Diesmal bezauberten die 19 Mädchen als Vampire. Für die Choreographie zeichnete n Monika Lütke Bexten und Brigitte Schwien verantwortlich.

Das Heimatabend-Organisationsteam um Monika Walter, Vinzenz Borgmann, Dr. Hermann Mesch und Ingo Schwien überraschte mit einem „Königsspiel“, vergleichbar mit einer Mischung aus „Wetten, dass“, „Mein Mann kann“ sowie „Die perfekte Minute“. Mit viel Geschick meisterte das Königspaar den Regenschirm-Wurf, den Korb-Wurf und schließlich das Mausefallen-Spiel, bei dem es galt, Stoffmäuse in die gespannten Fallen zu werfen, die prompt zuschnappten.

Für musikalische Einlagen sorgte das Fanfarencorps Milte, das nach der Eröffnung mit „Sweet Caroline“ neu einstudierte Musikstücke präsentierte. Die Milter Theatergruppe empfahl sich in griechischem Ambiente als Nachfolger von Lena für den internationalen Musik-Wettbewerb und sang von weißen Rosen und der Akropolis. Die Tanzgruppe der Landfrauen unter der Leitung von Angelika Westhove und präsentierte zwei holländische Tänze.

Das zurückliegende Jahr kommentierte wortgewaltig und witzig Feuewehr-Löschzugführer Roland Danwerth . Er nahm des Königs Leidenschaft für Steinhäger auf die Schippe, die daher rühre, dass man die Flaschen später als Blumenvasen verwenden könne. Danwerth frotzelte über die Architektenleistung beim Anbau des Feuerwehrgerätehauses, den mancher für ein Kühlhaus gehalten habe. Der Löschzugführer erinnerte auch daran, dass im zurückliegenden Jahr berühmte Persönlichkeiten mussten ihren Doktortitel aberkannt bekamen - und sorgte sich sogleich um den Titel des Heimatvereinsvorsitzenden, Dr. Hermann Mesch. Schließlich verriet er, dass es Immobilien-Hai e nicht mehr nur in Warendorf gebe. In Milte werde bald die Ostbeverner Straße in Theo-Pries-Allee umbenannt. Zu guter Letzt wurde auch der „Gemeindekrieg“ zwischen Einen und Milte gewürdigt. Der Blick auf das Jahr 2030 ließ Danwerth vermuten, dass das Ringen um die Königswürde dann wohl am Laptop ausgemacht werde.

Eine besondere Ehrung wurde Willi Knapheide und seiner Frau Bernadette zuteil, die gemeinsam die Chronik des Bürgerschützenvereins verwalten, aus der Willi Knapheide jedes Jahr Auszüge während des Heimatabends vorgetragen hatte. Nun sollte damit Schluss sein. Der Vorstand sang ein Dankeslied für das Ehepaar und überreichte ein Präsent. Der Zapfenstreich unter den drei Linden ließ den Abend ausklingen.

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