Warendorf
Ganz klar gegen Rechts

Mittwoch, 08.06.2011, 18:06 Uhr

Warendorf - „Rechtsextremismus in Warendorf?! Gibt es so was?“ Am Dienstag fand unter diesem Motto eine rege Diskussionsrunde im Martin-Luther-Haus statt, zu der sich auch einige Szeneanhänger aus dem weiteren Umland Warendorfs einfanden. Diese versuchten immer wieder die Veranstaltung durch Vorurteile, klare Statements zum Rechtsextremismus und Ablenkung vom eigentlichen Diskussionsthema zu stören. Die Polizei hatte die Lage aber zu jeder Zeit im Griff.

Aber der Kreis Warendorf ist keine „Insel der Glückseligen“. Auch in hier in der Region tauchen Aufkleber, Schulhof-CDs und andere Propaganda von Neonazis auf. Es finden Übergriffe und Demonstrationen der Rechten statt und Parteien wie die NPD werden gewählt.

Jedoch nicht nur die extreme Rechte, sondern auch alltäglicher Rassismus und Diskriminierung sind eine Herausforderung für das Zusammenleben. Themen rund um die Situation in Warendorf und Umgebung, gaben Anlass zur Diskussion.

Eingeladen hatten dazu die evangelische und katholische Kirchengemeinde, sowie die Mobile Beratung im Regierungsbezirk Münster „mobim“, die Stadt und der Kreis Warendorf.

Ob Alt oder Jung, viele sind durch die sogenannten Spuckies (Aufkleber), die in den letzten Wochen vermehrt in der Stadt vorzufinden waren, auf das Thema Rechtsextremismus aufmerksam geworden.

Und so trafen sich viele Generationen, um eine Diskussion mit klarer Position zu führen. „Hinter diesen Aktionen steckt eine große Gewaltbereitschaft und eine Verborgenheit, denn die Aufkleber werden immer zu später oder früher Stunde verbreitet. Diese Statements sind verfassungsfeindlich. Haben wir denn nicht aus der Geschichte gelernt? Gewalt kann kein Mittel der Konfliktlösung sein“, bezog Pfarrer Herwig Behring eine klare Position.

Wolfgang Rüting vom Jugendamt des Kreises schloss sich dieser Meinung an: „Wir lassen uns unsere Toleranz nicht kaputt machen und positionieren uns klar gegen jede Form von rechtsextremistischen Aktivitäten. Mich ärgert es unheimlich, dass versucht wird, auf diesen Weg demokratisch denkende Menschen zu unterdrücken.“

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