Warendorf
Vom Wert der Freiheit

Donnerstag, 15.09.2011, 04:09 Uhr

Warendorf - 2011 hat geschichtsträchtige Jahrestage zu bieten: Vor 20 Jahre trat das erste demokratisch gewählte gesamtdeutsche Parlament zusammen. Und vor 50 Jahren schottete die DDR sich hinter einer Mauer ab. Fixpunkte der deutschen Geschichte, die man in Warendorf nicht kommentarlos vorbeiziehen lassen will. Unter der Überschrift „Einigkeit und Recht auf Freiheit“ haben sich Stadt, Bundeswehr-Sportschule, Volkshochschule und Konrad-Adenauer-Stiftung für eine Veranstaltungsreihe zusammengetan.

Der Startschuss fällt am 26. September (Montag) um 18.30 Uhr in der Halle A der Sportschule. Dort ist der ehemalige Staatssekretär Werner Ablass zu Gast, der einen rund 30-minütigen Vortrag „Die Deutschen und die Einheit - vom Wert der Freiheit“! halten wird. Dem schließt sich unter der Moderation von Frank Haber­stroh eine Podiumsdiskussion mit kompetenten Gäste an. Mit dabei sind Gerd-Albrecht Engelmann, Vizepräsident der Wehrbereichsverwaltung Ost, Renate Holzapfel, Vizepräsidentin des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern, der Historiker Dr. Wolfgang Sterner und Gert Schultz, der frühere Landrat des Kreises Waren an der Müritz.

Gleichzeitig wird im Eingang zur Halle A eine Plakatausstellung „Die Mauer - eine Grenze durch Deutschland“ gezeigt.

Oberst Michael Rondé, der Kommandeur der Sportschule, verspricht einen spannenden Abend, an dem Zeitzeugen zu Wort kommen, die ganz nah am Pulsschlag der Entwicklung waren. Bürgermeister Jochen Walter verweist auf das „Geschichtsbewusstsein meiner Generation“: „Die deutsche Einheit hat sich eingebrannt. Man reibt sich die Augen und wundert sich, dass es gelungen ist.“ Schließlich sei es erst 20 Jahre her, dass es auf deutschem Boden einen totalitären Staat gab. „Wir müssen uns immer wieder klar machen, dass die Freiheit, die wir heute haben, nicht selbstverständlich ist.“

Neben der erwähnten Auftaktveranstaltung gibt es drei weitere:

» Am Dienstag, 27. September findet im Sophiensaal um 19.30 Uhr eine Lesung mit Dr. Hans Otto Bräutigam statt: „Ständige Vertretung - meine Jahre in Ostberlin“.

» Am Donnerstag, 29. September hält Botschafter Dr. Vilson Mirdita um 20 Uhr im Sophiensaal den Vortrag „Die Republik Kosovo und der Weg zur EU-Integration“.

» Am Mittwoch, 5. Oktober, wird um 20 Uhr im Sophiensaal der Film „Gesicht zur Wand“ gezeigt. Eine Diskussion mit Regisseur Steffen Weinert schließt sich an. Thema sind fünf Schicksale von inhaftierten DDR-Bürgern. Der Film zeigt einzigartige Facetten eines Alltags von Folter, Grausamkeit und Verletzungen der Menschenwürde. Dieser Film wolle nicht richten, provozieren oder aufklären, heißt es, sondern ein wichtiges Kapitel deutscher Geschichte dokumentieren und näher bringen.

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