Tradition vor dem Aus?
Heimatverein sucht Krippenbesitzer

Freckenhorst -

Die Zeit zwischen den Jahren, auch die „Zwölf Nächte“ genannt, war nicht nur in Westfalen einst eine Zeit des Müßiggangs. Besonders abergläubische Hausfrauen verzichteten auf das Waschen und Bügeln und auf den Höfen hatten Mägde und Knechte frei.

Donnerstag, 01.12.2011, 01:12 Uhr

Die Zeit zwischen den Jahren, auch die „Zwölf Nächte“ genannt, war nicht nur in Westfalen einst eine Zeit des Müßiggangs . Besonders abergläubische Hausfrauen verzichteten auf das Waschen und Bügeln und auf den Höfen hatten Mägde und Knechte frei.

An diesen Tagen wurden gerne Nachbarn oder Verwandte besucht. Und wenn dann noch Kuchen vom Fest da war, um so besser. In die Zeit der so genannten „Kuchentage“ fällt in Freckenhorst seit vielen Jahren das vom Heimatverein organisierte, sich Jahr für Jahr zunehmender Beliebtheit erfreuende Krippkesbekieken. Interessierte Bürger treffen sich, um in kleinen Gruppen ausgewählte Krippen in fremden Wohnzimmern in Augenschein zu nehmen.

Bislang war es für Wilma Richter , Vorsitzende des Heimatvereins, nie ein Problem, Krippenbesitzer zu finden, die den Besuchern bei Plätzchen und Tee, Punsch oder einem Klaren die Geschichte ihrer Krippe erzählten. Bisweilen gab es sogar eine Warteliste. Doch diesmal ist es anders. Bis dato hat niemand eine Einladung zum Krippkesbekieken ausgesprochen. Sollte die lieb gewordene Tradition vor dem Aus stehen? Wilma Richter hofft, dass dem nicht so ist, und bittet nun auf diesem Wege Krippenbesitzer im Dorf und in den Bauerschaften, die Zeit und Lust haben, interessierten Besuchern am Nachmittag des 28. Dezember ihre Krippen zu zeigen, sich mit ihr unter ' 4 47 61 in Verbindung zu setzen. Treffpunkt der Teilnehmer soll am 28. Dezember (Mittwoch) um 16 Uhr der Freckyo-Brunnen sein.

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