Dust and Diesel erhält Unterstützung aus Warendorf
Auf Spuren der Rallye Paris-Dakar

Warendorf -

Man nehme drei alte Autos und viel Engagement: „Dust and Diesel“ hilft in Afrika.

Freitag, 16.03.2012, 07:03 Uhr

Dust and Diesel erhält Unterstützung aus Warendorf : Auf Spuren der Rallye Paris-Dakar
Fahrer und Unterstützer der „Dust and Diesel“-Rallye im Mai: Nick Zwart, Dr. Klaus Menzel, Hasan Taflan, Marc Cordes, Elke Bitting und Christian Birkholz (v. l.). Foto: Geuer

Man nehme alte Autos der Marke Mercedes , abenteuerlustige Fahrer und wohltätiges Engagement und heraus kommt: „Dust and Diesel“ – eine Autorallye der ganz besonderen Art. Denn „Dust and Diesel“ ist nicht nur ein Vergnügen und ein Abenteuer für die Rallyefahrer, sondern damit ist untrennbar ein wohltätiger Zweck verbunden.

Und der wird auch in Warendorf unterstützt. Die Idee, die hinter „Dust and Diesel“ steht, ist die finanzielle Unterstützung von Waisenkindern in Mauretanien. Der Wüstenstaat im westlichen Teil der Sahelzone ist eines der ärmsten Länder der Welt. Analphabetismus und Sklaverei sind allgegenwärtig. Die Organisation AEPN Mauretanienhilfe hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern ein Zuhause zu bieten, für ihre Ausbildung zu sorgen und sie mit ihren Familien zu unterstützen.

Im Rahmen der Rallye bringen Fahrer alte Mercedes-Modelle – überwiegend aus der 124er-Baureihe – über Frankreich, Spanien, die Meerenge von Gibraltar, Marokko, Mauretanien bis nach St. Louis in den Senegal.

Zwar ist Dr. Klaus Menzel diese Strecke – die Rallye wird seit 2006 zweimal im Jahr veranstaltet – selbsr noch nie gefahren. Dennoch ist der Zahnarzt aus Warendorf von der Idee fasziniert. Deswegen unterstützt er „Dust and Diesel“ und damit AEPN. Die Autos, mit denen die Rallye-Teilnehmer in die Wüste aufbrechen, werden im Senegal verkauft, der Erlös kommt der Mauretanienhilfe zu Gute.

Bis 2010 hatte Menzel mit den Zahngoldspenden seiner Patienten große Hilfsorganisationen unterstützt. Dann wurde er vom „Dust and Diesel“-Virus erfasst. Seitdem kümmert er sich selbst um die Reparatur der Autos, die gen Afrika fahren, er rekrutiert Sponsoren und ist immer auf der Suche nach Autos. Und so kam er auch zu „Oscar“, dem alten Mercedes der Familie Bitting. „Ich habe im Internet gesehen, dass der Wagen verkauft werden sollte“, erzählt Dr. Klaus Menzel. Er habe den Wagen kaufen wollen, doch als die Familie von dem Projekt hörte, habe sie ihm das Fahrzeug kurzerhand geschenkt.

Neben „Oscar“ konnte Menzel zwei weitere Wagen auftreiben. Die Firma Beresa gibt eine C-Klasse mit auf die Reise auf den Nachbarkontinent, der dritte Daimler wurde von Spendengeldern gekauft. Als Sahnehäubchen obendrauf hat Sponsor Hasan Taflan einen alten Mercedes-Krankenwagen gespendet. Aufgrund rechtlicher Schwierigkeiten wird der Wagen jedoch voraussichtlich erst im November nach Mauretanien gebracht.

Im Mai geht es für die drei Autos aus Warendorf auf die Reise. Die Fahrer Michael Bauer, Christian Kämmer und Nick Zwart übernehmen den Transport der technisch runderneuerten Fahrzeuge. „Das sind keine alten Gurken mit denen wir da runter fahren“, sagt Bauer. Zwischen 600 und 1000 Euro bringen die Autos noch, wenn sie im Senegal verkauft werden. So kamen bei der letzten Rallye mit weiteren Spendengeldern 19 000 Euro für die AEPN zusammen.

Für die Fahrer selbst ist das Abenteuer „Dust and Diesel“ kein günstiges Vergnügen. 2 500 Euro stehen am Ende auf der Rechnung. Angefangen von Impfungen bis zum Rückflug – alles muss von ihnen selbst getragen werden.

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