Warendorfer Karnevalisten beim Red Bull Flugtag in Mainz am Start
HaBaKa verleiht Flüüüüügel

Warendorf/Mainz -

Die Narrenkappe ist baden gegangen – und mit ihr die Karnevalisten des HaBaKa. Beim Red Bull-Flugtag in Mainz war Warendorf diesmal prominent vertreten.

Dienstag, 29.05.2012, 18:05 Uhr

Warendorfer Karnevalisten beim Red Bull Flugtag in Mainz am Start : HaBaKa verleiht Flüüüüügel
Elegante Flugmaschine: Die HaBaKa-Narrenkappe und ihr Pilot Christian Baggeroer (links oben) beim eleganten Absturz ins kühle Rheinwasser. Foto: Florian Fetzer

Zum Schluss ging alles ganz schnell: Die HaBaKa-Narrenkappe nahm Schwung auf, zog einen eleganten Bogen – und plumpste dann etwas weniger elegant ins Rheinwasser im Mainzer Zollhafen. Nach 30 Sekunden war der Höhepunkt der Show gelaufen – und 150 000 Zuschauer tobten. Red Bull Flugtag in Mainz – und Warendorfs Alternativ-Karnevalisten hatten einen Riesen-Auftritt.

Jeder hat das Recht ein Star zu sein, hat Andy Warhol einst behauptet: Die Jungs von der HaBaKa haben das in die Wirklichkeit umgesetzt. Ihre fliegende Narrenkappe schaffte 7,65 Meter – Pilot Christian Baggeroer flog sogar noch ein Stückchen weiter. Und die Performance vor dem Start war auch nicht von schlechten Eltern: Baggis Samba-„Mädels“ waren eine Augenweide. Unter dem Strich reichte das für Platz 30.

Die Platzierung war letztendlich aber nicht entscheidend: „Wir haben eine Menge Spaß gehabt“, erzählt Baggeroer am Dienstagmorgen beim Frühstück. „Da oben vor 150 000 Leuten auf der Rampe zu stehen – das ist schon irre. Da war unheimlich was los. Menschen, so weit man sehen konnte.“

Vor den Spaß hatten die Juroren allerdings einiges an Arbeit gesetzt: Einige Wochen lang bastelten und schraubten die Aktiven am Fluggerät. „Da stecken gut 300 Stunden drin“, hat Baggeroer ausgerechnet.

Am Freitag startete der neunköpfige Tross in Richtung Mainz. Drei Stunden Anfahrt, dann stand am Mittag die TÜV-Abnahme der Flugmaschine auf dem Programm: Im zweiten Anlauf gab‘s das Siegel – nachdem einige Kanten abgepolstert worden waren. Am Sonntag war Party angesagt: „Allerdings mit angezogener Handbremse“, erzählt HaBaKa-Pilot Baggeroer. „Bevor wir auf die Rampe durften, gab es einen Alkohol-Test. Bei zu viel Alk hätte ich nicht starten dürfen.“

Der Rummel rund um das Pilotenlager war gigantisch: „Von der Narrenkappe und uns sind tausende von Fotos gemacht worden“, freut sich Baggeroer.

Beim Start am Pfingstmontag brauchten die Warendorfer etwas Geduld: Mit Startplatz 35 waren sie erst um 16.30 Uhr an der Reihe. Na ja, die Flugweite war nicht so toll – die Sieger schafften immerhin 69,79 Meter. „Aber unsere Performance und unsere Samba-Mädels waren Weltklasse.“

Schade, dass zu diesem Zeitpunkt nicht mehr der Präsident des Mainzer Carnevals-Vereins mit in der Jury saß: „Das hätte uns bestimmt Bonus-Punkte gebracht“, ist Baggeroer fest überzeugt.

Dann kam der große Sprung ins kalte Rhein-Wasser – Ende gut, alles gut. Das Fluggerät, dass der HaBaKa eigentlich wieder mit nach Hause nehmen wollte, überstand den Aufprall allerdings nicht wirklich. Die Narrenkappe wurde noch vor Ort entsorgt.

Und es gibt ein weiteres Opfer zu beklagen: „Käpt‘n Porno“, das Maskottchen der Karnevalisten, ist leider im Rhein „ertrunken“. Der Rest der lustigen Truppe hat unverletzt die Heimreise angetreten. Und eine Idee für das neue Erkennungszeichen gibt‘s auch.

Der nächste Flugtag soll wahrscheinlich in München stattfinden – wann, weiß man noch nicht. Der HaBaKa denkt drüber nach, dann wieder mitzumachen. Näher liegt ein weiteres Event, dass die Freizeit-Narren sich am Pfingstmontagabend – beim Bierchen – ausgedacht haben. Um was es da geht? „Verraten wir noch nicht“, gibt sich Baggeroer verschlossen. Nur so viel: „Es geht um Karneval in Rio.“

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