Schwerpunkt-Kita: Integration und Sprache
Der Schlüssel zu Bildung und Beruf

Warendorf -

Gerade in St. Marien, wo der Anteil der Kinder mit Migrationsgeschichte bei rund 70 Prozent liegt, hat das Thema Sprache einen hohen Stellenwert: „Mehrsprachigkeit ist gut – aber an erster Stelle sollte die Verständigung in der Sprache des Gastgeberlandes stehen.“

Samstag, 09.06.2012, 11:06 Uhr

„Kommunikation ist das Bindeglied zur Gesellschaft.“ Das wissen Barbara Schoppmann , Leiterin des Elisabeth-Kindergartens, und ihre Amtskollegen Hildegard Janzen von St. Marien  / Grüne Stiege aus dem Kindergartenalltag. Gerade in St. Marien, wo der Anteil der Kinder mit Migrationsgeschichte bei rund 70 Prozent liegt, habe das Thema Sprache einen hohen Stellenwert: „ Mehrsprachigkeit ist gut – aber an erster Stelle sollte die Verständigung in der Sprache des Gastgeberlandes stehen.“

Aus diesem Grund nehmen beide Einrichtungen bereits an dem FIT-Programm des Kreises Warendorf teil, das für „Frühkindliches Integrationstraining“ steht. Jetzt kommt eine weitere Säule in der Sprachförderung hinzu: Vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erhielten die beiden Warendorfer Kindergärten den Titel „Schwerpunkt-Kita Integration und Sprache“. Mit der „Offensive Frühe Chancen“ will das Ministerium schon bei den Kleinsten ansetzen: Vorrangig richtet sich das Programm, das bis 2014 läuft, an Kinder mit Migrationshintergrund oder Kinder aus sozial schwächeren Familien im Alter bis zu drei Jahren. Der Hintergedanke: Sprachkompetenz ist nicht zuletzt der Schlüssel zu späterem beruflichen Erfolg.

Als Halbtagskräfte wurden dafür in St. Marien Ina Ohlmeyer und im Elisabeth-Kindergarten Ulla Steinhorst verpflichtet. Die beiden Sprachexpertinnen haben nun die Aufgabe, das Programm mit Leben zu füllen. In der Arbeit mit den Kindern, aber auch mit den Erzieherinnen und den Eltern, gilt es für sie, die Sprachförderung in den beiden Einrichtungen zu systematisieren und die Kindergarten-Teams in die Lage zu versetzen, das Projekt 2015 in Eigenregie weiterzuführen. „Vorerst sind wir noch bei der Bestandsaufnahme“, erläutern Ohlmeyer und Steinhorst, „nach den Sommerferien geht es dann in die konkrete Arbeit“.

Im Rahmen der Bundesinitiative werden insgesamt rund 4000 Kindertageseinrichtungen zu Schwerpunkt-Kitas weiterentwickelt. Neben der personellen Aufstockung decken die Fördermittel auch Arbeitsmaterialien und Fortbildungen ab.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/816402?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F35766%2F703932%2F1042259%2F
Nachrichten-Ticker