Therapeutisches Reiten für Laurentiusschüler
Das Pferd als verlässlicher Partner

Warendorf -

Die sechs Drittklässler der Laurentus-Grundschule sind die ersten Teilnehmer eines heilpädagogischen Förderangebots an der Laurentius-Grundschule, das die Stadt Warendorf ins Leben gerufen hat. Möglich gemacht hat das die HIT-Stiftung, die weltweit 234 Projekte fördert und damit mehr als 6000 Kinder und Schüler unterstützt. Die Stadt hatte sich bei der Stiftung mit dem Pferdeprojekt beworben und 2500 Euro erhalten.

Mittwoch, 06.06.2012, 15:06 Uhr

Therapeutisches Reiten für Laurentiusschüler : Das Pferd als verlässlicher Partner
Freuen sich über das heilpädagogische Förderangebot: Schüler der Laurentiusschule mit Schulleiterin Barbara Schulze-Niehues, Reitpädagogin Nina Renkert, Bürgermeister Jochen Walter, Schulamtsleiter Udo Gohl sowie Christine Silvestri und Stefan Gertheinrich (beide HIT-Markt). Foto: Edler

Beim Reiterverein Katzheide geht es nicht nur den Tieren gut: Auch den zwei Mädchen und vier Jungen aus der Laurentius-Grundschule tut der Kontakt mit den Tieren und die Bewegung auf dem Pferderücken gut. Pferdedame Gina schaut die Kinder mit treuen Augen an. Das Pferd erschreckt nicht, als die Meute herumtobt. Reitpädagogin Nina Renkert hält den Zügel. Jeder möchte zuerst auf Gina reiten. Doch schön der Reihe nach. Manche werden im Schritt geführt und manche dürfen auch an der Longe im Trab reiten. Um den Reitunterricht abwechslungsreich zu gestalten, geht es auch nach draußen auf die Wiese.

Die Drittklässler sind die ersten Teilnehmer eines heilpädagogischen Förderangebots an der Laurentius-Grundschule, das die Stadt Warendorf ins Leben gerufen hat. Möglich gemacht hat das die HIT-Stiftung, die weltweit 234 Projekte fördert und damit mehr als 6000 Kinder und Schüler unterstützt. Die Stadt hatte sich bei der Stiftung mit dem Pferdeprojekt beworben und 2500 Euro erhalten. Für Bürgermeister Jochen Walter war bei der Suche nach einem geeigneten Projekt schnell klar, dass es sich in der Stadt des Pferdes auch ums Pferd drehen sollte. Da das Kuratorium für Therapeutisches Reiten zudem seinen Sitz in Warendorf hat und das Therapeutische Reiten in Warendorf ein gut entwickeltes Feld ist, stand das Projekt schnell fest. Das Geld reicht bis zu den Sommerferien. Einmal in der Woche, zwei Stunden lang, sitzen die Schüler auf dem Pferderücken. Nach den Sommerferien müssen andere Finanzquellen angezapft werden.

Schulleiterin Barbara Schulze-Niehues freute sich über die Anschubfinanzierung durch die HIT-Stiftung. Das heilpädagogische Angebot mit dem Pferd komme den Schülern zugute, die in ihrer körperlichen Entwicklung, im sozialen Bereich und in ihrer Emotionalität Unterstützung bräuchten. Das Pferd wird für die Kinder zu einem verlässlichen Partner. „Sie spüren Bewegung, Wärme und finden Vertrauen. Sie lernen aber auch Verantwortung zu übernehmen.“ Für die Schulleiterin steht fest: „Das Projekt darf keine Eintagsfliege sein, sondern muss nachhaltig wirken.“ Das findet auch Bürgermeister Jochen Walter, der zwar nicht aufs Pferd stieg, aber versprach, dass das heilpädagogische Förderangebot auch nach den Sommerferien weitergehen wird. Schulamtsleiter Udo Gohl hatte da auch schon eine Anschluss-Finanzierung im Kopf, so wolle man beim Jugendhilfeträger und dem Landessportsbund anklopfen. Während zunächst einmal sechs Kinder aus den dritten Klassen, die von der Schulleitung ausgesucht wurden, an dem Projekt teilnehmen, sollen später auch jüngere Schüler die Möglichkeit bekommen. Die Schüler werden nach dem regulären Unterricht abgeholt und zum Reitunterricht gefahren – dafür sorgt die Stadt.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/812414?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F35766%2F703932%2F1042259%2F
Nachrichten-Ticker