Städtische Gesamtschule
Eine ganze Schule in Bewegung

Warendorf -

165 Gesamtschüler werden seit einem halben Jahr von zwölf Lehrern in sechs Eingangsklassen am Standort der auslaufenden Hauptschule unterrichtet. Zum neuen Schuljahr rechnet Schulleiterin Gertrud Korf mit genau so vielen Anmeldungen. Am Freitag hatten Eltern schon mal Gelegenheit, einen Blick in die Schule zu werfen und sich über das pädagogische Konzept der Gesamtschule zu informieren. Und zahlreich machten die Eltern davon Gebrauch.

Sonntag, 20.01.2013, 09:00 Uhr
Volles Haus  beim Tag der offenen Tür in der Städtischen Gesamtschule: Schulleiterin Gertrud Korf freute sich über die große Resonanz.
Volles Haus  beim Tag der offenen Tür in der Städtischen Gesamtschule: Schulleiterin Gertrud Korf freute sich über die große Resonanz. Foto: Edler

Für die Städtische Gesamtschule war es ein spannendes halbes Jahr – und es bleibt weiter spannend. Zum Beispiel, wenn nach den Sommerferien die neu an den Start gegangene Schule die kompletten Räumlichkeiten der auslaufenden Hauptschule „Hinter den drei Brücken“ an der Kapellenstraße übernimmt. Es gibt bereits ein Raumkonzept.

Die Hauptschüler verlassen ihren Standort im Norden und ziehen mit unter das Dach der Von-Galen-Realschule. Zwei Auslaufsysteme werden dann räumlich zusammengeführt. Betroffen sind die Jahrgänge sieben bis zehn der Hauptschule.

165 Gesamtschüler werden seit einem halben Jahr von zwölf Lehrern in sechs Eingangsklassen am Standort der auslaufenden Hauptschule unterrichtet. Zum neuen Schuljahr rechnet Schulleiterin Gertrud Korf mit genau so vielen Anmeldungen. Das Lehrerkollegium wird um zwölf weitere Kräfte verstärkt.

Am Freitag hatten Eltern schon mal Gelegenheit, einen Blick in die Schule zu werfen und sich über das pädagogische Konzept der Gesamtschule zu informieren. Und zahlreich machten die Eltern davon Gebrauch. Es war ein buntes Bild in der vollbesetzen Pausenhalle. Die Eltern mit ihren Kindern auf der einen Seite – auf der anderen die Fünftklässler, die die Gäste begrüßten. Dass in der Gesamtschule nicht nur Mathe, Deutsch und Englisch gelehrt wird, stellten die einzelnen Arbeitsgemeinschaften eindrucksvoll unter Beweis: Singen, Zaubern, Jonglieren, Theater spielen – eine ganze Schule war in Bewegung. Beim „Schneegestöber“, ein Theaterstück, das die Theater-AG einstudiert hatte, fehlte plötzlich ein Hauptakteur. Kein Problem für Lehrer Detlef Sult. Er sprang kurzerhand ein und machte als „Hagel-Hans“ bei den „zwölf Schneeflöckchen“ den „dicken Maxe“. Applaus für eine gelungene Showeinlage.

Das war der eine Part des Tags der offenen Tür – der andere: das pädagogische Konzept. Die Gesamtschule umfasst die Jahrgangsstufen 5 bis 13. Schüler, die das Abitur in neun Jahren absolvieren möchten, müssen die Schule nicht wechseln. Das G-8-Abitur ist für besonders begabte Schüler möglich. An der Gesamtschule lernen alle Schüler gemeinsam in einer Klasse bis zum Ende des zehnten Jahrgangs. Individuelle Förderung findet in jeder Unterrichtsstunde statt. Unterrichtet wird im 60-Minuten-Takt. Das zwölfköpfige Lehrerkollegin mit Schulsozialarbeiter Marcus Kleinhofer stand den Eltern Rede und Antwort.

Unterstützt wird die Warendorfer Gesamtschule im ersten Jahr von der Wolfgang-Borchert-Gesamtschule in Recklinghausen. Von dort kommt Schulleiterin Gertrud Korf. Und so war es für ihren früheren Chef, Schulleiter Manfred Kramer, selbstverständlich, am Tag der offenen Tür in Warendorf mit zu informieren.

 

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