Berufsinformationstage: Auftaktveranstaltung mit Martin Richenhagen
Sprachen sind das Ass im Ärmel

warendorf -

Das Abitur ist geschafft: Und dann? Den richtigen Weg ins berufliche Leben zu finden, ist für einen jungen Menschen nicht nur wichtig, sondern auch gar nicht so einfach. Hilfestellung bieten dabei die Berufsorientierungstage, die bereits zum neunten Mal in Warendorf stattfinden.

Dienstag, 19.02.2013, 09:02 Uhr

Nicht nur Schüler aus den Sozialwissenschaft-Kursen, sondern auch die Veranstalter von Rotary und Lions Club Warendorf hörten interessiert dem Vortrag von Martin Richenhagen, Vorstandschef des Landmaschinen-Herstellers AGCO, zu...
Nicht nur Schüler aus den Sozialwissenschaft-Kursen, sondern auch die Veranstalter von Rotary und Lions Club Warendorf hörten interessiert dem Vortrag von Martin Richenhagen, Vorstandschef des Landmaschinen-Herstellers AGCO, zu... Foto: Niemeyer

Der Startschuss fiel gestern im Mariengymnasium : Neu war, dass die Auftaktveranstaltung vormittags und in den Räumen des Mariengymnasiums stattfand. Ausgewählte Kurse aller drei Warendorfer Gymnasien aus dem Bereich der Sozialwissenschaften waren dazu eingeladen.

Die Schüler konnten dabei internationales Flair schnuppern: Den Eröffnungsvortrag (Motto: „Dem Mutigen gehört die Welt“) hielt Martin Richenhagen , Vorstandschef des Landmaschinen-Herstellers AGCO in den USA . „Ein Top-Manager“, wie ihn Christina Rösel , stellvertretende Schulleiterin des Mariengymnasiums, vorstellte. Richenhagen kam gleich zur Sache: „Ihr solltet den Mut aufzubringen, die Berufswelt durch verschiedene Praktika oder Ferienarbeit kennen zu lernen.“

Der Gast berichtete über sein persönliches und berufliches Umfeld. „Das A und O im Leben ist Motivation. Die müsst ihr mitbringen, um euch beruflich zu entwickeln“, forderte Richenhagen die Schüler auf. „Ihr müsst den Antrieb haben zu sagen: Ich will meinen eigenen Weg gehen. Nehmt Euch Zeit dafür und genießt es. Mein Vater hat mir mit auf den Weg gegeben, die Studienzeit sei die schönste Zeit im Leben“, sagte Richenhagen und bekam dafür viel Zustimmung im Publikum.

Richenhagen bemängelte jedoch, dass der Wert eines Berufs heute oft nur durch das Finanzielle definiert werde.

Das größte Ass im Ärmel seien Sprachkenntnisse, weiß Richenhagen aus eigener Erfahrung. Welche Sprache, spiele aber keine Rolle – solange es nicht gerade Latein sei.

Neben der Motivation gehören für Richenhagen soziale Kompetenz, Neugierde, selbstbewusstes und gepflegtes Auftreten zu den wichtigen Voraussetzungen auf dem Weg ins Berufsleben. Richenhagen gab hier hilfreiche Tipps für das Bewerbungsgespräch.

Abschließend hatten die Schüler das Wort. Nachdem die sich etwas zögerlich zeigte, forderte Richenhagen: „Zeigen Sie ruhig ihre soziale Kompetenz, fragen Sie.“ Er erntete einige Lacher, allzu viele Fragen gab es aber trotzdem nicht.

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