Imker ziehen Bilanz
Königin kommt per Post

Warendorf -

Das wichtigste für ein Bienenvolk ist die Königin. Häufig bestellt der Verein Inselköniginnen, die von Drohnen (Mehrfachpaarung) aus bekannten (gekörten) Völkern begattet werden. Wenn man jedoch eine leistungsgekörte Königin aus dem Bieneninstitut Kirchhain haben möchte, muss man mit 350 bis 500 Euro rechnen. „Diese Königinnen legen bis zu 300 000 Eier im Jahr“, weiß Ruhe. Dafür seien sie jedoch nur zwei bis höchstens drei Jahre zu gebrauchen.

Montag, 18.02.2013, 11:02 Uhr

Der Vorstand des Imkervereins Warendorf (v. l.): Siegfried Liebig (2. Vorsitzender), Markus König (Beisitzer), Elisabeth Senger (Schriftführerin), Katrin Götz (Beisitzerin), Martha Weiß (Beisitzerin), Margret Westmeyer (1. Vorsitzende) und Michael Ruhe (Kassierer).
Der Vorstand des Imkervereins Warendorf (v. l.): Siegfried Liebig (2. Vorsitzender), Markus König (Beisitzer), Elisabeth Senger (Schriftführerin), Katrin Götz (Beisitzerin), Martha Weiß (Beisitzerin), Margret Westmeyer (1. Vorsitzende) und Michael Ruhe (Kassierer). Foto: Heseker

Zur Jahreshauptversammlung kamen jetzt die Mitglieder des Imkervereins Warendorf im West-End zusammen. In gemütlicher Runde blickten sie auf das vergangene Jahr zurück und den kommenden Ereignisse entgegen.

Die Honigbiene ist ein Allroundtalent: Sie liefert uns Honig und bestäubt sowohl Nutz- wie auch Wildpflanzen. Das wissen die Mitglieder des Imkervereins Warendorf zu schätzen. Ärgerlich, wenn es zu Völkerverlusten kommt. „Ein Hauptgrund für das Völkersterben ist die braunrote Milbe Varroa destructor“, weiß die erste Vorsitzende Margret Westmeyer . Die eingewanderte asiatische Milbe bedroht die Existenz der westlichen Honigbienen. Um den Varroa-Befall eines Volkes zu messen, wird häufig die Puderzuckermethode verwendet, bei der die Bienen mit Puderzucker bestäubt und dann in einem geschlossenen Becher kräftig geschüttelt werden, bevor mit Hilfe eines Feinsiebs Milben und Puderzucker von den Bienen getrennt werden. Das Thema Varroa destructor wird Dr. Ingrid Illies am 10. März in ihrem Vortrag „Mit gesunden Bienen durch das Jahr“ aufgreifen.

Ein weiteres Highlight diesen Jahres wird der 24. August, denn dann besucht der Verein den Berufsimker Johannes Dühnen in Badbergen . „Er bewirtschaftet 500 bis 700 Völker und ist mit seinen Produkten unter anderem auf dem Weihnachtsmarkt in London“, so Michael Ruhe.

Auch im vergangenen Jahr habe der Imkerverein verschiedene Ausflüge zu anderen Imkereien oder auch zum Heilpraktiker Herbert Albersmann nach Ostbevern unternommen. „Hier haben wir Kosmetikprodukte selbst hergestellt, zum Beispiel aus Gelée Royale“, blickt der Kassierer des Vereins zurück. Ruhe, der bereits seit 21 Jahren dieses Amt ausübt, hat über die Jahre eine kleine Statistik geführt: „Während wir 1998 noch 57 Imker und 409 Völker hatten, sind es 2013 noch 54 Imker und 327 Völker.“ Für Warendorf bedeutet das weniger als ein Volk pro Quadratkilometer.

Abschließend standen die Neuwahlen an: Siegfried Liebig wurde zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Michael Ruhe ist erneut als Kassierer bestätigt worden. Alexander Lehmgard und Hans-Joachim Linke sind Kassenprüfer. Alle Kandidaten wurden einstimmig gewählt. Elisabeth Senger wurde für ihre 25-jährige Vereinsmitgliedschaft geehrt. Von den 25 Jahren ist sie 23 Jahre Schriftführerin.

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