Mitgliederversammlung des Vereins „Familiendorf Milte“
Soziales Netz soll OGS realisieren

Milte -

Lambert Borgmann ist kaum zu bremsen, sprudelt über vor Ideen. „Wir müssen jetzt ein soziales Netz gründen, die OGS (Offene Ganztagsschule) und Ferienbetreuung hinkriegen, dann haben wir einen Namen“, machte er am Montagabend in der ersten Mitgliederversammlung des im vergangenen Jahr gegründeten Vereins „Familiendorf Milte“ Druck.

Dienstag, 05.03.2013, 15:03 Uhr

Inzwischen hat die Zwergengruppe ihr Domizil auf dem Mehrgenerationenhof Borgmann an der Dorfstraße in Milte bezogen. In der Mitgliederversammlung des Vereins Familiendorf Milte – das kleine Bild zeigt (v.l.) den Vorsitzenden Ralf Kerkhoff, die zweite Vorsitzende, Katrin Stork, sowie Schriftführerin Sonja Schoppmann – wurde auch über die weitere Entwicklung eines sozialen Netzwerks gesprochen. Außerdem wurden mit André Schoppmann und Sascha Schmies zwei Kassenprüfer gewählt.
Inzwischen hat die Zwergengruppe ihr Domizil auf dem Mehrgenerationenhof Borgmann an der Dorfstraße in Milte bezogen.In der Mitgliederversammlung des Vereins Familiendorf Milte – das kleine Bild zeigt (v.l.) den Vorsitzenden Ralf Kerkhoff, die zweite Vorsitzende, Katrin Stork, sowie Schriftführerin Sonja Schoppmann – wurde auch über die weitere Entwicklung eines sozialen Netzwerks gesprochen. Außerdem wurden mit André Schoppmann und Sascha Schmies zwei Kassenprüfer gewählt. Foto: Brocker

Dabei ist der mittlerweile 40 Mitglieder starke, gemeinnützige Verein, der Anfang des Jahres ins Vereinsregister eingetragen wurde, seit seiner Gründung alles andere als untätig gewesen. Er bat, in Zusammenarbeit mit dem Fanfarencorps Milte , vor Weihnachten zu einem Konzert auf den Mehrgenerationenhof . Er erstellte eine von Kassierer Oliver Möllers vorbildlich gepflegte Internetpräsenz auf der Plattform „Blogspot“, (familiendorfmilte.blogspot.de). Und er ermöglichte der Zwergengruppe, deren Träger das Katholische Bildungswerk Coesfeld ist, zum 25. Februar den Einzug auf den Mehrgenerationenhof Borgmann .

Außerdem hat das Vorstandsteam um die beiden Vorsitzenden, Ralf Kerkhoff und Katrin Stork, jede Menge Pläne geschmiedet, die während der Versammlung am Montag in der Gaststätte Biedendieck vorgestellt wurden. Drängendster Punkt ist laut Kerkhoff die Gestaltung des 60 Quadratmeter großen Außenspielbereiches für die U3-Kinder auf dem Gelände des Mehrgenerationenhofes. Es müssten keine kostspieligen Spielgeräte angeschafft werden, stellte Dietmar Knorr klar, der sich bereits Gedanken über die Ausstattung des Spielgeländes gemacht hatte. Wichtig sei vor allem ein großer Sandkasten. Markus Gerdemann erklärte sich spontan bereit, bei der weiteren Planung der Spielfläche zu helfen.

Weil der Mehrgenerationenhof sich als Anlaufadresse für alle Generationen versteht, möchte Sonja Schoppmann, gelernte Altenpflegerin und diplomierte Pflegewirtin, dort speziell für Senioren Vorträge zu Demenz und Pflegeversicherung anbieten. Gemeinsam mit Chorleiterin Anne Grewe-Welker organisiert sie außerdem das erste „Milter Rudelsingen“, bei dem am 23. August Kinder und Senioren Kinder- und Volkslieder gemeinsam singen sollen. „Es muss nicht schön gesungen werden, Hauptsache, es kommt von Herzen“, bemerkte Schoppmann, Schriftführerin des Vereins „Familiendorf Milte“ schmunzelnd.

Vor allem die Altersgruppe der Sechs- bis Zwölfjährigen im Blick hat Katrin Stork. Die Architektin kann sich vorstellen, für Kinder in der Grundschule, im Haus Gedigk oder aber auf dem Mehrgenerationenhof Nachmittags-AGs sowie Ferienkurse rund um das Thema „Heimatkunde“ anzubieten, in denen den Jüngsten beispielsweise Naturkunde und Handwerkskunst vermittelt werden. Während Hans-Jürgen Stork als gelernter Stuckateur Kurse „Plastisches Gestalten mit Gips“ für Kinder und Erwachsene anbieten könnte, schwebt seiner Frau vor, Interessierten das Freihandzeichnen in der Natur zu vermitteln.

Eine nach Ansicht Katrin Storks sinnvolle Ergänzung des Übermittag (ÜMI)-Programms wären auch Kurse zu Handarbeits- und Handwerkskunst für Mädchen und Jungen, eventuell in Verbindung mit der plattdeutschen Sprache. Ein größeres Projekt, für das auch Fördermittel beantragt werden müssten, wäre die Erstellung einer Dorfchronik durch Kinder in Zusammenarbeit mit Vereinen, wie der Geschichtswerkstatt oder dem Heimatverein, und der Grundschule. Ein Pilotprojekt wolle sie unbedingt in den Sommerferien anschieben, machte Stork deutlich.

Die Mitglieder des Vereins „Familiendorf Milte“, die am 30. Juni ein internes Sommerfest feiern werden, verständigten sich schließlich darauf, nun möglichst schnell zur Bildung eines sozialen Netzes einzuladen. Auch, um eine Ferienbetreuung sicherzustellen, „die als OGS aufgezogen wird“, wie Lambert Borgmann es formulierte. „Damit könnten wir in Milte die OGS starten.“ Über die gemeinsame Versorgung von Schulkindern in ÜMI und OGS sowie von Senioren hat sich Borgmann selbstverständlich bereits Gedanken gemacht und das Gespräch mit dem Caterer apetito aus Rheine gesucht. Dieser könne Schule und Mehrgenerationenhof mit Menüs beliefern und würde für beide Einrichtungen Dampfgarer zur Verfügung stellen. An einem Menü- sowie einem Einkaufs-Service interessierte Senioren gebe es bereits.

Wer Mitglied des Vereins „Familiendorf Milte“ werden möchte, zahlt als Einzelperson einen Jahresbeitrag in Höhe von zehn Euro, als Familien- oder Partnerbeitrag 15 Euro.

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