Wechsel an der Spitze des Heimatvereins Milte
Mesch geht, Knorr kommt

Milte -

Nach 20 Jahren an der Spitze des Milter Heimatvereins ist Dr. Hermann Mesch am Montag als Vorsitzender des Heimatvereins zurückgetreten. Hatte er vor der Versammlung noch wenig Hoffnung, einen Nachfolger zu finden, wendete sich das Blatt nach Diskussionen während der Versammlung. Denn eigentlich hatte Dietmar Knorr nur geplant, für die vakante Stelle des stellvertretenden Vorsitzenden zu kandidieren. Er ließ sich dann aber doch von den Heimatvereinsmitgliedern überzeugen, für das Amt des ersten Vorsitzenden zu kandidieren und wurde mit großer Mehrheit in geheimer Abstimmung gewählt.

Dienstag, 19.03.2013, 15:03 Uhr

3 Motive Kassierer Wenzel Havelt dankte Dr. Hermann Mesch für seine Arbeit als Vorsitzender und begrüßte Dietmar Knorr in diesem Amt.
3 Motive Kassierer Wenzel Havelt dankte Dr. Hermann Mesch für seine Arbeit als Vorsitzender und begrüßte Dietmar Knorr in diesem Amt. Foto: Engbert

Zuvor ließ Dr. Hermann Mesch die vergangenen Jahre Revue passieren und zog, auch wenn nicht alle Projekte realisiert werden konnten, ein positives Fazit: „Es war eine schöne Zeit“, stellte er fest und wünschte sich, „dass es für Milte positiv weiter geht.“ Seit 1996 sei Milte um 170 Bürger kleiner geworden: „Da hilft kein Jammern, wir müssen etwas tun“, rief er die Milter zu weiterem Engagement auf.

Der wiedergewählte Kassierer, Wenzel Havelt , dankte dem scheidenden Vorsitzenden mit einem Präsent für seine geleistete Arbeit.

Zum stellvertretenden Schriftführer wurde Emil Schoppmann gewählt, die Posten des stellvertretenden Vorsitzenden und des stellvertretenden Kassierers bleiben weiterhin unbesetzt. Neu in den Beirat des Vorstands wurde Oliver Hoffmann gewählt.

Kontrovers wurde vor den Wahlen das Projekt „Haus Gedigk“ diskutiert. Nicht alle Heimatvereinsmitglieder zeigten sich vom Sinn, das ehemalige Behelfsheim zu einem Museumsstandort mit Vereinsraum umzubauen, überzeugt. Andere hielten die ersten, groben Kostenschätzungen für zu ungenau. Neben Hermann Mesch gab es auch etliche Befürworter des Projektes, die sich einen Nutzen für die Schule in Milte und eine Attraktivitätssteigerung Miltes erhoffen: Außer Wohnen habe das Dorf wenig vorzuweisen, bekräftigte ein Mitglied, dass sich der Dorfkern weiter entwickeln müsse. Ein Beschluss zur Nutzung des Hauses wurde nicht gefasst, der neue Vorstand wird sich der Planungen annehmen.

Einstimmig beschlossen die Mitglieder indes, das von Ralf Budde vorgestellte Projekt des Arbeitskreises Milter Bürger, den Radweg entlang der Telgter Landstraße zu beleuchten, mit der Finanzierung von zwei der zehn benötigten LED-Lampen zu unterstützen.

Ein besonderes Geschenk an den Heimatverein präsentierte Dr. Hermann Mesch sozusagen als letzte Amtshandlung. Der Verein habe das Original der Päpstlichen Bulle, mit der Heinrich Große Lohmann zum Bischof ernannt wurde, gestiftet bekommen. Das gerahmte Dokument mit der Unterschrift Johannes Pauls II. werde, gemeinsam mit zwei Fotos des aus Milte stammenden Bischofs, das ihn mit Johannes Paul II. und Benedikt IX. zeigt, einen besonderen Platz bekommen.

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