Sonntagsspaziergang durch die Emsaue
Lob aus Ulm: Ems ist schöner als Donau

Einen-Müssingen -

Der Einladung zum nunmehr dritten Sonntagsspaziergang mit Franz Reinhard und Anna Benmoh vom Life-Projektteam bei der Bezirksregierung sind am Sonntagnachmittag rund 100 Naturliebhaber gefolgt. Mit Kind und Kegel, Fahrrädern und vielen Hunden hatten sie sich an der Hesselmündung (Velsener Straße) eingefunden, um in knapp zwei Stunden das Projektgebiet „Naturnahe Gewässer- und Auenentwicklung der Ems bei Einen“ zu erwandern.

Sonntag, 21.04.2013, 19:04 Uhr

Reinhard und Benmoh informierten unterwegs über die Details des dritten und nun abgeschlossenen letzten Bauabschnitt des Life-Projektes „Naturnahe Gewässer- und Auenentwicklung der Ems bei Einen – Eigendynamik und Habitatvielfalt“. Um die Eigendynamik der Ems zu fördern, waren ihr Bett (jüngstes Beispiel in Höhe des Hofes Lütke Streine) aufgeweitet und die Steinschüttungen der Ufer entfernt worden. Nebengewässer und Altarme wurden offen angebunden, Totholz ins Gewässerbett eingebracht.

Und offensichtlich schätzen nicht nur Spaziergänger die neu geschaffenen Fluss-und Auenlebensräume zwischen Hesselmündung und Lonnbrücke. Auch Uferschwalbe, Eisvogel, viele Fischarten, zahlreiche Amphibien- und Reptilienarten sowie mehr als 60 Stechimmen-Arten fühlen sich, wie ein naturschutzfachliches Monitoring ergeben hat, hier wohl. Das besondere Interesse der Wandergruppe galt einem in jüngster Zeit entstandenen, dem Hochwasserschutz dienenden Deich und einer Flutmulde sowie dem renaturierten Teilstück der Hessel. Hier war, technisch enorm aufwendig, ein Sohlabsturz in einen Beckenpass umgebaut worden, um Fischen die Möglichkeit zu geben, wieder flussaufwärts zu wandern. Franz Reinhard beeindruckte dagegen etwas viel Profaneres: die große Resonanz der Bürger auf die Ems-Feedback-Postkarten-Aktion zum Life+ Projekt. Sogar eine Zuschrift aus Ulm habe es gegeben, erzählte er im Gespräch mit den WN. Die Absenderin habe darin geschrieben, dass es an der Ems bei Einen-Müssingen viel schöner sei als in Ulm an der Donau.

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