Inklusion
„Wichtig für die ganze Gesellschaft“

Warendorf -

Wie kann in unserer Gesellschaft die Inklusion behinderter und chronisch kranker Menschen funktionieren? Diese Frage beantwortete auf Einladung des SPD-Ortsvereins Norbert Killewald, Behindertenbeauftragter der Landesregierung NRW.

Mittwoch, 08.05.2013, 20:05 Uhr

Podiumsdiskussion: Manfred Lensing-Holtkamp (Die Grünen), Alfons Havelt (CDU), Bürgermeister Jochen Walter, Klaus Artmann (SPD), Referent Norbert Killewald, Monika Kaiser (SPD) und Günther Belt (FDP)
Podiumsdiskussion: Manfred Lensing-Holtkamp (Die Grünen), Alfons Havelt (CDU), Bürgermeister Jochen Walter, Klaus Artmann (SPD), Referent Norbert Killewald, Monika Kaiser (SPD) und Günther Belt (FDP) Foto: Wiening

Der ehemalige Landtagsabgeordnete nahm neben Bürgermeister Jochen Walter und Vertretern von SPD , CDU , FDP und Grünen an einer Podiumsdiskussion im „Engel“ teil.

Auslöser für die Diskussions-Veranstaltung über die Einbindung behinderter Menschen in die Gemeinschaft war die Debatte über die geplante Wohnanlage für psychisch und chronisch kranke Menschen an der Dr.-Rau-Allee.

Die Teilnehmer auf dem Podium waren sich einig: Die Inklusion benachteiligter Menschen ist sehr wichtig und muss weiter vorangetrieben werden. Diplom-Pädagoge Killewald verwies auf das Grundgesetz, in dem es in Artikel drei heißt, niemand dürfe wegen einer Behinderung benachteiligt werden. Weil es in der Umsetzung dieses Gesetzes noch erhebliche Defizite gebe, habe der Behindertenbeauftragte die Aufgabe, Gesetzte und Regeln des Alltags auf Behindertengerechtigkeit überprüfen.

„Niemand handelt böswillig, aber viele gedankenlos“, gab auch Jochen Walter zu. Die Parteienvertreter waren sich einig, dass Projekte zur Inklusion stärker gefördert werden müssen. Bürgermeister Walter nannte die neue psychiatrische Tagesklinik für Kinder im Warendorfer Schulzentrum als positives Beispiel für die Einbindung Benachteiligter in die Gesellschaft.

Neben der Diskussionen um Behindertenwerkstätten und behindertengerechte Bebauungspläne in der Stadt, ging es auch um die Kosten solcher Projekte. Hier sprechen die Fakten für sich, wie Norbert Killewald mit den Zahlen einer Studie belegte. Demnach kommen aus jedem Euro, der zum Beispiel in die Freckenhorster Werkstätten fließt, am Ende 95 Cent wieder zurück.

Manfred Lensing-Holtkamp von den Grünen, selbst beruflich stark in der Behindertenarbeit engagiert, forderte, dass man Behinderten mehr Chancen geben sollte, damit sie ihre Leistungsfähigkeit auch zeigen können.

Die etwa 40 Zuhörer, Parteivertreter und Referent Norbert Killewald waren sich im Fazit einig. Beim Thema Behinderteninklusion gibt es noch viel zu tun. „Der Weg ist das Ziel“, fasste Alfons Havelt von der CDU zusammen. „Und Akzeptanz ist Teil dieses Weges“.

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