Therapeutisches Reiten
Kraftschöpfen auf dem Pferd

Warendorf -

Das Selbstbewusstsein von Kindern stärken und ihnen ein besseres Körpergefühl vermitteln – das wollen die Initiatoren der Therapeutischen Reitkurse in der Katzheide erreichen.

Dienstag, 18.06.2013, 17:06 Uhr

Manche Kinder wollten zuerst gar nicht an dem Therapeutischen Reiten teilnehmen“, erzählt Barbara Schulze Niehues, Schulleiterin der Laurentiusschule. Doch haben die Schüler einmal auf dem Pferd gesessen und die Wärme und Nähe gespürt, kehre sich die Antipathie völlig um. „Auf das Tier kann man sich verlassen, man kann etwas damit machen – das sind Dinge, die manche Kinder aus ihrer Umgebung so nicht kennen“, erklärt Schulze Niehues.

Aber auch Kinder, die sich zu wenig zutrauen, kaum Selbstbewusstsein haben, nehmen in Kleingruppen an dem Reitkursus teil, den Nina Renkert vom Reitverein Katzheide leitet. Finanziert wird das Projekt von der Hit-Stiftung. Die Stiftung der Supermarktkette hat 5000 Euro beigesteuert, damit die zurückhaltenden Schüler sozial und emotional gefestigt werden.

Es tue der kleinen Kinderseele spürbar gut, weiß die Schulleiterin. Auch aus ihrer Klasse kommt eines der insgesamt sechs Kinder, die für ein Halbjahr einmal in der Woche auf dem Rücken der Vierbeiner Zeit verbringen dürfen. Und dass das nicht selbstverständlich ist, wird klar, wenn man die Kinder selbst fragt. So sagt der kleine Simon: „Ich bin einfach froh, dass ich hier reiten darf.“

Barbara Schulze Niehues ist froh, dass die Hit-Stiftung die Finanzierung noch bis zu den Osterferien 2014 gewährt hat. „Man merkt den Kindern spürbar den positiven Effekt des Therapeutischen Reitens an. Die Tiere geben den Kindern etwas, das sie vielleicht vermissen.“ Sei es nun Aufmerksamkeit oder Stärke, Kraft, Selbstvertrauen. Die Lehrer der Schule entscheiden darüber, wem das Reiten gut tun würde.

Und dass es den Kindern gut tut, ist unstrittig. Mit großer Freude und auch ein wenig Ehrgeiz reiten sie an der Voltigier-Leine von Nina Renkert im Kreis. Hoch auf dem Rücken der Vierbeiner leben sie auf. „Es tut den Kindern einfach richtig gut“, macht Schulze Niehues abschließend deutlich. Und davon überzeugten sich am Dienstagmittag auch Christiane Silvestri und Stefan Gertheinrich von der Hit-Stiftung, die sich freuen, den Kindern dieses Erlebnis ermöglicht zu haben. Der Kontakt kam über Schulamtsleiter Udo Gohl zustande.

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