Infos rund um den Sonnenschutz
Die Haut vergisst nicht

Warendorf -

Endlich ist der Sommer da! Ab in das Freibad und Sonne tanken. Alles aufholen, was das Wetter uns bislang vorenthalten hat. Was nur zu verständlich ist, birgt Gefahren für unser größtes Organ: die Haut.

Sonntag, 14.07.2013, 06:07 Uhr

Sonne macht Sonnenbrand. Heilt doch wieder ab - meinen viele. Tückisch aber: UV-Strahlen hinterlassen Langzeitschäden. Das langwellige UV-Licht (das zu einem großen Teil auch durch Fensterscheiben gelangt) dringt nicht nur in die Oberhaut, sondern auch in die darunter liegende Hautschicht mit elastischen Fasern ein. Hier schädigt das UVA-Licht die elastischen Fasern, und zwar unwiederbringlich. Das führt dazu, dass Sonnenlicht die Haut altern lässt. Und das Faltenrisiko wird durch gleichzeitiges Rauchen noch potenziert: „Die Venus von heute ist die Backpflaume von morgen“ (emer. Prof. M. Hundeiker , ehem. Hautklinik Hornheide).

Übrigens: Die sensibelste Phase in Bezug auf Lichtschäden sind die ersten zwanzig Lebensjahre. Entscheidend ist also die frühzeitige Aufklärung von Eltern und Kindern zum Thema Sonnenschutz .

Vor diesem Hintergrund hat das Laurentianum pünktlich zu den Bundesjugendspielen und dem bevorstehenden Start der Sommerferien eine Aufklärungsaktion „Sonnenschein“ für die unteren Jahrgangsstufen gestartet. Dr. Habenicht, Hautärztin in Münster , hat die oben dargestellten Zusammenhänge den Schülern in klarer Sprache und anschaulichen Mitteln nahegebracht.

„Die Kinder verbringen zwei Drittel des Tages bei uns in der Schule. Somit stehen wir in der Verantwortung, Fragen der Gesundheitsprävention in unser didaktisches Konzept einzubeziehen. Wir wünschen uns, dass die Aufklärungsaktion, die Dr. Habenicht an unserer Schule durchführt, derart eindrücklich ist, dass unsere Schüler den Vorsorgegedanken mit in die Ferien und ihr häusliches Umfeld tragen“, formuliert Marlies Ermer ihre Beweggründe für die Veranstaltung.

Wie schütze ich mich vor Sonne? Dr. Habenicht betonte die drei Bausteine des Sonnenschutzes:

1. Zeitlicher Lichtschutz - aus ihrer Zauberkiste erschien eine Uhr, die auf 12 stand: Mittagsonne meiden.

2. Textiler Lichtschutz - T-shirt, Mütze/Hut, Sonnenschirm - Vorsicht: Eine Schirmmütze bedeckt Ohren und Nacken nicht. Selbst durch das T-shirt gelangt noch eine kleine Menge UV-Licht. Und selbst im Schatten gibt es Sonne durch Lichtreflexionen.

3. Chemischer Lichtschutz - Sonnencreme. Wichtig hierbei: Hoher Schutzfaktor (nicht unter Faktor 30, für Kinder besser Faktor 50), genug Einwirkzeit vor der Sonnenexposition(ca. 20 min), wiederholtes Auftragen und ausreichende Creme-Menge. Man bedenke: Wird nur die Hälfte der erforderlichen Menge eines Lichtschutzfaktors 30 aufgetragen, erreicht man ungefähr Faktor 15 - und das sei völlig unzureichend.

Am Ende gab es noch eine Quizfrage: Um den auf der Packung deklarierten Lichtschutzfaktor zuerreichen, benötigt man 2 mg pro Quadratzentimeter Haut. Wie viel Gramm Creme braucht man, wenn man bedenkt, dass ein Erwachsener fast zwei Quadratmeter Haut hat? Die Antwort wissen inzwischen die Kinder – und mit denen sollen die Erwachsenen rund ums Thema Sonnenschutz ins Gespräch kommen.

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