Unfallträchtigste Bahnstrecke in ganz Deutschland
Anlieger befürchten Flächenverlust

Warendorf -

Brücke oder BÜSTRA? Daran schieden sich am Donnerstag im Historischen Rathaus die Geister. Die Bezirksregierung hatte unter Leitung von Dezernent Matthias Richter dazu eingeladen, das angedachte Maßnahmepaket entlang der Bahnstrecke zwischen Warendorf und Müssingen zu erörtern. Während die Träger der öffentlichen Belange weitgehend ihre Zustimmung gaben, sahen das zwei Anlieger-Parteien etwas anders. Vor allem die geplante Wirtschaftswegebrücke östlich des neuen Haltepunktes Müssingen stößt ihnen sauer auf.

Donnerstag, 18.07.2013, 20:07 Uhr

Das Bauwerk sei mit einer Rampenlänge von 120 Metern überdimensioniert und nehme wertvolle landwirtschaftliche Fläche in Anspruch. Zudem bereite ihnen der Gedanke Sorge, dass der dreistufige Ausbau der B 64 in Höhe der Brücke möglicherweise schon eine Vorwegnahme der Ausbauplanung sei und später weitere Flächenverluste drohten.

Ihr Alternativvorschlag: Warum an dieser Stelle nicht auch – wie bei Allendorf – eine BÜSTRA-Anlage, die durch die Kombination von Schranken, Ampelanlage und Abbiegerspuren den Verkehr sicher regelt? Zwar wandten die Entscheidungsträger ein, dass dann der Verkehr auf der B 64 zu stark behindert würde – verlässliche Zahlen auf Basis einer Simulation hatten sie jedoch nicht parat. „Diese Variante ist überhaupt nicht durchgerechnet worden“, gab der Rechtsbeistand der Anlieger zu bedenken.

Fest steht: Um umfassende Maßnahmen entlang der Bahnstrecke , die allein zwischen Telgte und Warendorf 40 Bahnübergänge aufweist, kommen die Verantwortlichen nicht herum: „Es handelt sich hier leider um die unfallträchtigste Bahnstrecke in ganz Deutschland “, unterstrich Michael Lunge , Projektleiter Deutsche Bahn AG.

Durch die Maßnahmen würde der Schienenverkehr effektiver und die Sicherheit auf der Bundesstraße erhöht. „Nicht zuletzt steigern wir die Attraktivität des Standortes Einen-Müssingen durch den Haltepunkt“, betonte Erster Beigeordneter Dr. Martin Thormann.

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