Gedenken an Kriegsopfer
Friedensmahnung in Stein

MILTE -

Am Sonntagabend weihte die Kameradschaft ehemaliger Soldaten eine Gedenk-Stele am Ehrenmal feierlich ein. Vertreter aus Politik und Kirche mahnten zum Frieden.

Montag, 12.08.2013, 17:08 Uhr

„Wir mahnen zum Frieden “. Dieser Satz und darüber das Bild der Friedenstaube sind eingehauen in die Gedenk-Stele am Ehrenmal in Milte . Am Sonntagabend weihte die örtliche Kameradschaft ehemaliger Soldaten die Säule mit den Namen der im Zweiten Weltkrieg gefallenen Milter ein.

Zu diesem Anlass begrüßte der Verein Bürgermeister Jochen Walter , die stellvertretende Bürgermeisterin Doris Kaiser, sowie einige Kriegsteilnehmer und Familienangehörige der im Krieg gefallenen Soldaten.

Die Stadtkapelle Warendorf begleitete die Feierstunde musikalisch. Auch der Schützenverein Milte, der Spielmannszug Milte und verschiedene Fahnenabordnungen wie die des Reitervereins und der Landjugend Milte, waren neben vielen Bürgern zum Ehrenmal am Friedhof Milte gekommen.

Bürgermeister Jochen Walter sagte, die Gedenksäule solle auch eine Mahnung sein: „Wir dürfen nicht vergessen, wir dürfen nicht schweigen“ - sie solle auf weltweiten Frieden aufmerksam machen.

Pastor Matthäus Niesmann segnete die Säule und forderte alle Anwesenden auf, sich an die kriegerischen Auseinandersetzungen zu erinnern: „Mögen keine neuen Namen hinzugefügt werden.“ Er wolle auch an aktuelle Ereignisse in Syrien und Afghanistan denken, die deutsche Soldaten das Leben kosteten. In diesem Sinne lobte er die Arbeit Wenzel Havelts, Vorsitzender der Kameradschaft ehemaliger Soldaten in Milte, der schon vor einem Jahr mit Angehörigen der verstorbenen oder vermissten Soldaten ins Gespräch kam.

Havelt traf sich mit Familien der 122 gefallenen Soldaten, deren Namen samt Geburts- und Sterbedaten nun an der Säule zu lesen sind. Dabei half ihm Emil Schoppmann, der zugehörige Daten im Kreisarchiv recherchierte.

Die Säule aus geschliffenem Anröchter Dolomit gestaltete Bildhauer Stefan Lutterbeck. Markus Pletzing, Kassenwart des Vereins ehemaliger Soldaten, dankte den Sponsoren, die dabei halfen, das rund 15 000 Euro teure Projekt zu verwirklichen.

Nach dem Rückmarsch der Fahnenabordnungen lies die Kameradschaft die feierliche Einweihung gemeinsam in der Gaststätte Biedendieck ausklingen. Der Verein freut sich über jeden, der an der Stele am Ehrenmal Halt macht und die eingehauene Botschaft verinnerlicht.

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