Kinder des Holocaust
Bewegender Empfang

WARENDORF -

Eine Kindheit auf der Flucht in Sorge um das eigene Leben erlebten die jüdischen „Kinder des Holocaust“, aber auch eine Kindheit, in der andere Menschen ihr Leben riskierten, um das der Kinder zu schützen. Sie wurden von polnischen Familien und Ordensfrauen vor den Nazis versteckt. Einigen von ihnen drohte im Rahmen der „Aktion Zamosc“ die Deportation ins Vernichtungslager Majdanek. Rund 20 dieser „Kinder des Holocaust“ besuchten am Donnerstag Warendorf.

Donnerstag, 15.08.2013, 18:08 Uhr

Auf Einladung des Maximilian-Kolbe-Werks und der Pax-Christi-Gruppe Lüdinghausen sind sie Gäste der Landesvolkshochschule in Freckenhorst. Bis zum 28. August finden zahlreiche öffentliche Veranstaltungen statt (Bericht in der morgigen Ausgabe).

Im Warendorfer Rathaus begrüßte der stellvertretende Bürgermeister Klaus Artmann die polnischen Gäste. „Das, was Ihnen geschehen ist, darf nicht vergessen werden und muss immer im Gedächtnis bleiben.“

Artmann zeigte sich sehr gerührt darüber, dass die polnischen Gäste gerade den Deutschen zur Versöhnung die Hand reichen, indem sie bei ihren Besuchen den offenen Kontakt suchen. Stadtführerin Angelika Sturm zeigte beim späteren Stadtrundgang auch die „schwarze Madonna von Warendorf “. Für Artmann eine Verbindung zur polnischen Partnerstadt Olesnica, die ebenfalls eine „schwarze Madonna“ hat.

Christa Holtmann und Peter Kopmeier von Pax Christi Lüdinghausen und Adalbert Wojtakowski begleiten die polnische Delegation. Deren Sprecher, Roman Grynberg, bedankte sich für die „große Gastfreundschaft“ der Warendorfer: „Ich freue mich, dass unsere Kinder eine friedliche Zukunft haben. Ich blicke optimistisch nach vorne.“

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