Aktion an der B 64 schlägt aktuellen Guinness-Rekord
Spielzeugautos legen Verkehr lahm

Herzebrock -

Geschafft: Mit 9235 Spielzeugautos haben die Herzebrocker den aktuellen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde übertroffen, denn der lag bei 9007. „Wir sind super zufrieden, dass die Herzebrocker wirklich Flagge gezeigt haben“, zieht Hendrik Menzefricke-Koitz von der Initiative „pro B 64n“.

Freitag, 06.09.2013, 19:09 Uhr

Nach Angaben der Polizei haben sich rund 1500 Menschen am „Schweigemarsch“ beteiligt, für den die Bundesstraße in Herzebrock zwei Stunden gesperrt wurde. Insgesamt sollen etwa 2500 Bürger an der Kundgebung teilgenommen haben, die aber nicht alle beim „Spaziergang“ auf der Bundesstraße mitmachten.

Mit dabei waren etliche Vertreter ähnlicher Bürgerinitiativen aus Warendorf und Beelen und Politiker: an vorderster Stelle Landrat Dr. Olaf Gericke, der sich ebenso wie sein Kollege aus Gütersloh, Sven-Georg Adenauer, für den Ausbau der B 64 stark machte. Aber auch der Bundestagsabgeordnete Reinhold Sendker (CDU) und FDP-Bundestagskandidat Johannes Philipper waren unter den Rednern. Als Vertreterin der heimischen Ausbau-Befürworter ergriff Anita Stakenkötter das Mikrofon: Sie erinnerte daran, dass es keinesfalls so sei, dass der Verkehr abnehme: „Wenn die Ausbau-Gegner das behaupten, haben sie die Schleichwege nicht berücksichtigt.“ Menschen seien im Übrigen nicht weniger schützenswert als Fledermäuse.

Neben den Politikern nahmen auch Vertreter der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld und der Unternehmerinitiative B 64 Plus an der Veranstaltung teil. Alle Redner warben für eine zügige Abwicklung des Planfeststellungsverfahrens. Damit verbunden war eine Absage an das jüngste Angebot vor NRW-Verkehrsminister Michael Groschek, der angekündigt hatte, in Sachen B 64 einen „Runden Tisch“ einberufen zu wollen. Wir brauchen keinen Runden Tisch. Wir wollen endlich Taten sehen“, hieß es.

Der Bundestagsabgeordnete Sendker entkräftete das Argument, der Bund müsse erst Geld bereitstellen. „Der Bund stellt Geld bereit, sobald die Baureife festgestellt wird.“ Deswegen müssten die Hausaufgaben derzeit nicht in Berlin, sondern in Düsseldorf erledigt werden. Auch Ingo Steinel, Sprecher der Unternehmerinitiative B 64 Plus, forderte von Groschek, „den Ausbau dieser Straße endlich in Berlin anzumelden“.

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