2 500 Besucher erleben zum Jubiläum des DOKR eine grandiose Show
Fantastische Zeitreise

Warendorf -

100 Jahre Deutsches Olympiade-Komitee für Reiterei, kurz DOKR, wurden am Samstagabend auf dem großen Springplatz der Burandtwiese ausgiebig gefeiert. 2 500 Besucher wurden mitgenommen auf eine Zeitreise vom Beginn 1913 bis heute, mit historischem Filmmaterial, Gesprächen und vielen Liveauftritten. Das DOKR hätte gut und gerne viel mehr Karten verkaufen können.

Montag, 09.09.2013, 07:09 Uhr

135 Medaillen in acht Disziplinen kamen in den 100 Jahren zusammen. Eine Bilanz, die sich sehen lassen kann und die für die konzentrierte Arbeit seit 1913 spricht. Erinnert wurde am Samstag an das Jahr 1936, als die deutsche Auswahl bei den Olympischen Spielen sechs Goldmedaillen gewann, den legendären Ritt Hans Günther Winklers mit „Halla“ bei den Spielen 1956, aber auch an die jüngeren Erfolge wie die Mannschaftssiege in Sydney und Athen.

„Mit diesem Auftritt wird man heute kein Bundeschampion“, sagte Moderator Christoph Hess zur Dressuraufgabe der Olympischen Spiele 1912. Sandra Auffahrt , mit der Mannschaft Olympiasiegerin der Vielseitigkeit in London, wagte sich an die damalige Aufgabe, die so heute nicht mehr gestellt wird. Auch DOKR-Geschäftsführer Dr. Dennis Peiler, durfte – nicht ganz freiwillig – ran. Der ehemalige erfolgreiche Voltigierer wagte sich an einen Sprung über drei Pferde – 1920 war der Pferdeweitsprung eine Disziplin bei Olympia .

Wie sich der Pferdesport gewandelt hat, zeigten die vielen Auftritte. Von der kaiserlichen Kavallerie mit der allgemeinen Reitausbildung über die Veränderungen im Parcoursbau mit Olaf Petersen, dem „Karajan den Parcoursbaus“, bis hin zu den Handicap-Para-Fahrern, die inzwischen ebenfalls zu Goldgaranten geworden sind. Fehlen durfte nicht August Schulte-Quaterkamp, der angetreten war, „den hippologischen Horizont dieses Abends anzuheben.“ Zusammen mit Harry Boldt, Wolfgang Brinkmann und Herbert Meyer blickte man zurück auf den Generationswechsel, und der ehemalige FN-Chef Reinhardt Wendt erinnerte daran, dass es auch schwere Zeiten gab. „In 100 Jahren scheint nicht immer die Sonne“, sagte Wendt. Der Zweite Weltkrieg, in dessen Zeitraum die Spitzenreiterei militärisch geprägt war, Misserfolge und Medikationswellen sorgten nicht immer für positive Schlagzeilen.

Und zum Schluss kamen 40 Medaillengewinner der verschiedenen Disziplinen, um beim eigentlichen Geburtsgeschenk dabei zu sein: Eine Kür mit aktiven Reitern – einstudiert von der Dressur-Bundestrainerin Monica Theodorescu – die einen gelungenen Abschluss das fast dreistündigen Programms bildete. Es war eine Geschichte des deutschen Reitsports, die viele Seiten füllt.

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