Das Praxisnetz Warendorfer Ärzte blickt auf zehn Jahre Netzwerkarbeit zurück
Ein starkes Netz – ein starkes Gefühl

Nordkreis Warendorf -

Die Bilanz von zehn Jahren Praxisnetzwerk Warendorfer Ärzte fällt rundum positiv aus: Mittlerweile hat das Netzwerk 117 Mitglieder aus der Ärzteschaft aus dem gesamten Nordkreis Warendorf. Von dem Zusammenschluss profitieren die Patienten in Form einer optimalen medizinischen Versorgungslage. Ebenso profitieren die Ärzte, die im Rahmen des Netzwerkes sehr vertrauensvoll zusammenarbeiten.

Donnerstag, 12.09.2013, 09:09 Uhr

Der Name ist Programm: Das Praxisnetz Warendorfer Ärzte kann in diesen Tagen auf stolze zehn Jahre Netzwerkarbeit zurückblicken. In der Tat ist in diesen zehn Jahren ein starkes Netzwerk mit viel Mühe und Nachdruck aber auch mit der entsprechenden Leidenschaft für den Beruf geknüpft worden, von dem in erster Linie die Patienten in der Region aber auch die Ärzte selbst sowie ihre Medizinischen Fachangestellten profitieren. Mittlerweile ist das Praxisnetz eine feste Größe mit derzeit 117 Mitgliedern aus der gesamten Region im Nordkreis Warendorf . Das Praxisnetz ist zum festen Ansprechpartner geworden - für die Vertreter der Krankenhäuser, für die Politiker und natürlich auch für die Patienten. Die Ärzte der Region und ihre Patienten fühlen sich durch das Praxisnetz gestärkt und perfekt betreut. „Unter uns Ärzten hat sich nach der jahrelangen Zusammenarbeit eine große Vertrautheit miteinander ergeben, die sehr wohltuend ist für die Zusammenarbeit. Und auch die Patienten nutzen mittlerweile die Vorteile des Praxisnetzes“, erläutern der Sprecher und Vorstandsvorsitzender des Netzes Dr. Hans Joachim Hilleke sowie Vorstandsmitglied Dr. Christina Haasen im WN-Gespräch. 2003 wurde die Idee „Praxisnetz Warendorfer Ärzte“ geboren. Schnell schlossen sich die Hausärzte mit den Fachärzten zusammen, gemeinsam gründeten sie das Praxisnetz Warendorfer Ärzte e.V.“ Der Grund dafür war damals in der Gesundheitspolitik zu suchen: „2003 gab es große Diskussionen im Gesundheitswesen. Es stand zur Diskussion, dass die Kassen direkt mit einzelnen Ärzten oder Arztverbünden Verträge aushandeln sollten. Somit stand die Position der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) als starker Verhandlungspartner für die Ärzte auf der Kippe. Schnell war uns Ärzten klar, dass wir in dieser Art der Diskussionen nur gemeinsam etwas erreichen können“; erinnert sich Dr. Rolf Thelen an die turbulenten Anfänge - Straßen-Demo-Aktionen der Ärzteschaft unter anderem in Freckenhorst inklusive.

Die gesundheitspolitischen Diskussionen von damals haben an Brisanz verloren, die KVen verhandeln weiter mit den Krankenkassen auf Augenhöhe. Dennoch hat das Praxisnetz Warendorfer Ärzte die ursprüngliche Idee des starken Agierens in der Gemeinschaft weiterhin aufgegriffen und optimal in der späteren eigenen Gestaltungsphase genutzt. Das Logo des Praxisnetzes, die Wabenstruktur, die die fleißige bienenartige Vernetzung und Arbeit der Haus- und Fachärzte demonstrieren soll, ist zum Markenzeichen und zugleich zur Marschrichtung geworden. Eine gute Haus- und fachärztliche Versorgung- und Vernetzung im Nordkreis Warendorf sichern -- so lautete stets das Ziel des Praxisnetzes. Dafür haben die Vertreter des Praxisnetzes sich stark gemacht in Form einer engen Zusammenarbeit mit den örtlichen Krankenkassen, den Gesundheitsbehörden oder auch mit den politischen Entscheidungsträgern aus dem Gesundheitswesen sowie dem ortsansässigen Krankenhaus. Beispiele für diese Netzwerkarbeit gibt es genügend; oftmals sind sie unbemerkt zur Selbstverständlichkeit geworden: So ist es dem Praxisnetz in Abstimmung mit dem Josephshospital gelungen, die Fachdisziplinen Onkologie, Hämatologie und Rheumatologie an den Standort Warendorf zu holen. Die Patienten profitieren von den nahen und schnellen Wegen zu den Fachärzten. Dank des starken Netzwerkes der Ärzte und der Kraft ihrer eigenen Organisationsstrukturen im Nordkreis ist es ebenso gelungen, die im Josephs-Hospital angesiedelte Notfallpraxis für Patienten täglich sowie an Wochenenden und Feiertagen außerhalb normaler Praxiszeiten zu besetzen. Wenn es medizinisch „brennt“, sind innerhalb des Netzwerkes auch kurzfristige Terminvergaben umsetzbar für die Patienten - noch ein Pluspunkt des Praxisnetzes. Die Fortbildung der eigenen Mitarbeiter, also der Medizinischen Fachangestellten, läuft in bestimmten Themenbereichen übergreifend über die Fachdisziplinen. „Durch unsere intensive Zusammenarbeit gelingt es uns, auch die Ausbildungsthemen in unserer Region mit zu prägen“, erläutert Dr. Hilleke „Es ist einfach ein gutes Gefühl, in diesem Netzwerk arbeiten zu dürfen“, beschreiben Dr. Hilleke und Dr. Haasen die Netzwerk-Vorteile.

Selbst in Notsituationen, beispielsweise im Falle eines plötzlich krankheitsbedingten Ausfalles eines Arztes, gelingt es dem Netzwerk Unterstützung zu leisten und Vertreter zu organisieren. Die fleißig ausgearbeitete Wabenstruktur fängt also die Patienten und Ärzte in der Region gut auf – entsprechenden Vorzeigecharakter hat das Netzwerk.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1905380?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F35766%2F1792933%2F2009898%2F
Nachrichten-Ticker