Gospelday in St. Marien
Frohe Botschaften

Warendorf -

Alljährlich beteiligen sich am Gospelday, der seit 2010 weltweit als Aktionstag gegen Hunger und Armut begangen wird, tausende Sängerinnen und Sänger. Und Warendorf macht mit: In der Marienkirche hatten sich die „Gospel4Kids“, eine muntere CVJM-Schar, der Projektchor „Vielsaitig“, die Gruppe „SaitenWind & Band“ sowie eine Trommelgruppe aus der Eifel zusammengetan, um das Publikum zu begeistern und etwas für den guten Zweck zu tun. Die Konzertbesucher konnten mit Spenden ein Partnerprojekt von „Brot für die Welt“ zu unterstützen.

Montag, 23.09.2013, 17:09 Uhr

Mit ihren afrikanischen Instrumenten sorgte zunächst die siebenköpfige Trommelgruppe aus Niedeggen für eine perfekte, rhythmisch packende Einstimmung. Keine einfache Herausforderung, überwiegend mit bloßen Händen Djemben und Basstrommeln zu verschiedenen afrikanischen Liedern und Tänzen variantenreich zu „bearbeiten“. Das Ergebnis konnte sich wahrlich hören lassen.

Unter der Leitung von Elke Blienert eröffneten dann die etwa 36 Sänger des Projektchors „Vielsaitig“ die Reihe der Gospelsongs. Mit seinen Vorträgen bestach der Chor durch saubere Intonation und Artikulation. Beeindruckend das „Rock my soul“. Der Tonartwechsel bei „Good news! The chariot’s coming“ klappte perfekt, und auch das anspruchsvolle, eher lyrische „Be grateful“ von Walter Hawkins, reizvoll mit Begleitung einer Soloflöte vorgetragen, sowie Don Moens „Give thanks“ gingen unter die Haut. Und so kam auch die Botschaft dieser Gospels überzeugend über.

Dann waren die Kinder an der Reihe, die schon vorher auf dem Marktplatz einen Auftritt anlässlich des Weltkindertages hatten. Einstudiert von einem Team um Reinhard Grünke mit Steffi Könitz-Goes, Susanne Vechtel und Claus Goes begann der als „weltbester Kinderchor aller Zeiten“ angekündigte „Gospel4Kids“-Chor mit dem passenden Titel „Einfach Spitze!“ von Daniel Kalauch und sang sich damit sofort in die Herzen des Publikums. „Echt elephantastisch“ begeisterten die Kinder mit ihren frischen Stimmen, ihren lebhaften Bewegungen und ihrer ansteckenden Fröhlichkeit. Natürlich gab es auch Gelegenheit für das Publikum mitzusingen und mitzumachen. Bei „Halleluja! Praise the Lord“ mussten abwechselnd die Frauen und die Männer aufstehen: ein Schauspiel, an dem die Kinder sichtlich ihr Vergnügen hatten. Mit drei Mädchenstimmen solo, die aus dem Chor hervortraten, kam dann schon etwas Weihnachtsstimmung auf bei „Go, tell it on the mountain“ (… „that Jesus Christ is born“) – mit einer passenden Verkündigung in deutscher Sprache.

Schließlich präsentierte „SaitenWind & Band“ unter Reinhard Grünke, der auch für die Gesamtleitung des Konzerts verantwortlich war, überwiegend zeitgenössische Gospelsongs auf hohem Niveau. Mit großem, rundem Sound und doch fein nuanciert trugen die etwa 25 Sängerinnen und Sänger gemeinsam mit ihrer Band Lieder vor, die vor allem dem Lob und der Anbetung Gottes gefühlvoll Ausdruck geben wie „Jesus, Lamb of God, worthy is Your name“, „You are worthy“, das rockige „For all you’ve done“, das vertrauensvolle „Mighty to save“ (der Erlöser kann Berge versetzen!) oder das hingebungsvolle „Lord, reign in me“. Die Zielsetzung ist klar: „Durch moderne christliche Musik auch kirchenferne Menschen anzusprechen und möglichst viele von ihnen von Gott zu begeistern“. Gospels im ursprünglichen Sinne als Verkündigung der frohen Botschaft des Evangeliums.

Zum Finale traten noch einmal alle Mitwirkenden in den Chorraum und sangen einen afrikanischen Song, bei dem das Publikum wieder – diesmal die Männer mit einem leicht eingängigen Ostinato – mitsingen durften. Eindrucksvoll und überwältigend, wie der vielstimmige Gesang den Kirchenraum füllte. Zwei Stunden waren wie im Flug vergangen.

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