„Kenzo vom Reiterdorf“ hat die Nase vorn
Ente gegen Leckerli

Kreis warendorf -

Stimmt die Bindung, ist nichts ist so bedingungslos wie die Liebe eines Hundes zu seinem Herrchen oder Frauchen. Gerade die Folgsamkeit gehört zu den wichtigsten Eigenschaften eines guten Jagdhundes.

Mittwoch, 16.10.2013, 19:10 Uhr

Anstatt ihre Beute in Sicherheit zu bringen, stöbern Jagdhunde Enten, Füchse oder Kaninchen auf und bringen sie zu ihren Führern zurück. All das läuft nach einem gewissen Schema ab.

„Der Hund darf die Beute erst ablegen, wenn der Jäger den Befehl dazu gibt“, erläutert Helga Winkelströter. Mit Clemens Everding und Bernhard Burholz steht sie in einem Velsener Waldstück und bewertet die Hunde, die bei der Meisterprüfung der Jagdhunde, der sogenannten VGP, kurz für Verbandsgebrauchsprüfung teilnehmen. „Den Hunden wird hier schon einiges abverlangt, sie werden an zwei Tagen in 40 Disziplinen bewertet,“ berichtet die Jägerin. Bei der Feldsuche müssen die Jagdhunde einen Fasan oder einen Hasen aufspüren, ohne diese zu verfolgen. Bei der Federwildschleppe müssen sie mit Hilfe ihres Geruchssinns Federwild aufnehmen und selbstständig ihrem Führer zutragen. 400 Meter lang ist die zu bearbeitende Schweißfährte, die künstlich mit Dammwildschweiß am Tag zuvor gelegt wurde. Und bei der Wasserarbeit müssen die Hunde Enten im Schilf aufspüren. „Das haben heute alle Hunde toll gemacht,“ lobt Winkelströter. Aber einer sei besonders gut gewesen. Und das ist der kleine Münsterländer „Kenzo vom Reiterdorf“ unter Führung von Willi Geissmann.

Willy Geissmann ist nicht umsonst der Obmann für Hundewesen in der Kreisjägerschaft Warendorf. Bei der jüngsten VGP-Prüfung holte sich sein kleiner Münsterländer „Kenzo vom Reiterdorf“ mit 334 von 336 möglichen Punkten den ersten Platz.

Willy Geissmann ist nicht umsonst der Obmann für Hundewesen in der Kreisjägerschaft Warendorf. Bei der jüngsten VGP-Prüfung holte sich sein kleiner Münsterländer „Kenzo vom Reiterdorf“ mit 334 von 336 möglichen Punkten den ersten Platz.

Der Obmann für Hundewesen in der Kreisjägerschaft, der die Suchenleitung an Ludwig Wittrup abgegeben hatte, hat schon viele Auszeichnungen mit nach Hause genommen. Noch nie aber hat einer seiner Hunde mit 4 H, das entspricht etwa der Note eins plus mit Sternchen, abgeschlossen. Das ist ihm jetzt erstmalig mit seinem Kenzo geglückt. „Ente gegen Leckerli“, lacht Geissmann und verrät sein Erziehungsgeheimnis, das ihm in diesem Fall den ersten Platz mit 334 von 336 möglichen Punkten eingebracht hat.

Ebenfalls erfolgreich war die dreijährige Labradorhündin „Sina von Angelfeld“ unter der Führung von Franz-Josef Grewer. Wie der Hund hat auch Jungjäger Franz Josef Grewer zum ersten Mal an einer solchen Prüfung teilgenommen. „Ich war schon sehr aufgeregt“, erzählt er, „und der Hund ebenfalls.“ Grewer hat wie die anderen Hundeführer und Wertungsrichter sehr viel Zeit in die zweitägige Prüfung investiert. Zeit, da sind sich alle einig, die sich angesichts der Früchte der Arbeit sehr gelohnt hat.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1981054?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F35766%2F1792933%2F2072687%2F
Nachrichten-Ticker