Erfahrungsaustausch rund um den Reittourismus
Ferien mit Blick auf die Weide

Milte -

Hofbesitzer in der Pferderegion Münsterland sollen ihren Standortvorteil touristisch nutzen. Auf Einladung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen kamen die Inhaber verschiedener landwirtschaftlicher Betriebe zusammen um sich auszutauschen. Im Rahmen des Fachaustausches soll es auch um die gegenseitige Förderung durch die Betriebe gehen.

Donnerstag, 10.10.2013, 08:10 Uhr

Maria Wöstmann kann sich noch gut an diesen einschneidenden Prozess erinnern: „Die Ideenfindung und das Planen der Ferienwohnungen haben eigentlich länger gedauert als die eigentliche Bauphase“, denkt sie zurück. Jetzt – 16 Jahre nach der Eröffnung des neuen Geschäftszweiges – ist die Inhaberin des Landhauses am Esch in Milte jedoch sehr zufrieden mit der Entscheidung, aus dem ehemaligen Bauernhof ein Domizil für (zumeist pferdebegeisterte) Gäste zu machen: „Zu den Bundeschampionaten hätte ich gut und gern 20 Zimmer vermieten können.“

Wie können Hofbesitzer in der Pferderegion Münsterland ihren Standortvorteil touristisch nutzen? Mit diesem Thema beschäftigten sich am Montag in Milte die Inhaber verschiedener landwirtschaftlicher Betriebe auf Einladung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen . „IDEEN erFAHREN“ lautet der Titel des Betriebsbesichtigungskonzeptes der Landservice-Beratung.

„Wir wollen die Besonderheiten der Betriebe in das Licht der Öffentlichkeit rücken und Betriebsleiter zusammenbringen“, erläutert Anja Nathues von der Landwirtschaftskammer das Konzept. Neben dem Experten- und Fachaustausch gehe es auch darum, „sich gegenseitig zu fördern“.

Gerade rund um Münster und Warendorf bietet sich der Reittourismus als zusätzlicher Erwerbszweig an. „Aber lohnt sich das für uns – bekommen wir die Investitionskosten für den Ausbau von Gästezimmern wieder rein?“, gab Jutta Ashölter zu bedenken, die mit ihrem Mann einen 50 Hektar großen Betrieb am Rande der Rieselfelder im Norden Münsters bewirtschaftet. Erfahrungsberichte und Anregungen erhoffte sich auch Anne Erlemeyer, die auf ihrem Freizeitbauernhof im Westbezirk Ponyreiten anbietet.

Über die Phase der Planung ist die Familie Schulze Osthoff bereits hinaus: Auf ihrem Hof in Einen entsteht derzeit ein Hotel mit zusätzlichen Pferdeboxen. Die Bauherren sind sich sicher, damit eine Marktlücke zu schließen, wissen aber auch ein Lied zu singen von den Tücken rund um Baugenehmigungen, Brandschutz und Co. – ebenfalls wichtige Themen für Unternehmen, die in das Thema Reittourismus einsteigen wollen.

Stationen, die für Maria Wöstmann bereits Vergangenheit sind. Mit dem Ausbau der Ferienwohnungen, dem Einzug der EU-Hengststation Kretschmer und weiterer Pensionspferde ist ihr Umbau erst einmal abgeschlossen. Jetzt steht als nächstes die Betriebsübergabe an ihren Sohn an. Und vielleicht folgen dann ja weitere Ideen rund ums Pferd. . .

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1965895?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F35766%2F1792933%2F2072687%2F
Nachrichten-Ticker