Warendorfer Freiheitsmelder
Neues ins Sachen Freiheitsmelder

Warendorf -

Rechtsanwalt Reiner Hartdorf (Kanzlei Müller) bestätigte gegenüber unserer Zeitung, dass es einen Pseudo-Brandmelder mit Freiheitsspruch an der Hauswand der Kanzlei an der Münsterstraße gegeben habe, sie diesen aber nicht entfernt und auch keine Strafanzeige gestellt hätten.

Dienstag, 07.01.2014, 11:22 Uhr

In Sachen „Freiheitsmelder“ in der Warendorfer Innenstadt meldete sich gestern die Anwaltskanzlei Müller aus der Münsterstraße zu Wort. Rechtsanwalt Reiner Hartdorf bestätigte gegenüber unserer Zeitung, dass es einen Pseudo-Brandmelder mit Freiheitsspruch an der Hauswand der Kanzlei gegeben habe, sie diesen aber nicht entfernt und auch keine Strafanzeige gestellt hätten. In der Facebook-Gruppe „Du bis Warendorfer, wenn ...“ war darüber diskutiert worden: „Vielleicht hätten diese Paragrafenjunkies ja mal auf den Gedanken kommen können, dies als Street-Art anzusehen und hängen zu lassen.“ Der Name der Kanzlei fiel nicht. Hartdorf: „Wir wurden jetzt aber damit in Verbindung gebracht.“ Die Polizei bestätigte, dass eine Anzeige wegen Sachbeschädigung vorliegt. Der Kasten war an einem Haus an der Ecke Emsstraße/Mühlenstraße mit Zweikomponenten-Kleber angebracht worden – beim Entfernen blieben Rückstände. Der Eigentümer erstattete Strafanzeige.

Restlos begeistert von der ganzen „Freiheitsmelder-Aktion“ ist der Warendorfer Galerist und Künstler Dirk Groß, vor dessen Galerie selbst ein Kasten sitzt. Groß, der versichert, selbst nicht Schöpfer dieser Kunstwerke zu sein, kann sich mit der dahinterstehenden Idee sehr gut identifizieren. Sein Verständnis für den unbekannten Aktionskünstler geht sogar so weit, dass er gestern spontan eine Spendenaktion inszenierte. Mit dieser soll der entstandene Fassadenschaden beseitigt und der Künstler vor einer Anzeige bewahrt werden. Innerhalb einer halben Stunde hatte Groß bereits 16 Euro in der Spendenkasse.

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