kfd-Theater feiert Premiere
Fesch und frech

Einen-Müssingen -

Ihr Fett weg bekamen am Dienstagabend die Männer bei der Theaterpremiere der kfd-Frauen in Einen-Müssingen. Zumindest einer rebellierte: Prinz Peter II. verteilte Hausorden – und zwar ausschließlich an die männlichen Hintergrundhelfer.

Mittwoch, 29.01.2014, 00:01 Uhr

Ein ausgelassenes Völkchen trieb am Dienstagabend im Pfarrheim St. Bartholomäus sein „Unwesen“: Auch in diesem Jahr hatte die Theatergruppe der kfd wieder zehn ebenso bunte wie humorvolle Sketche vorbereitet. Am Ende ernteten die Darstellerinnen tobenden Applaus. Mit der passenden Mischung aus Witz und schauspielerischem Talent, gewürzt mit süffiger Bowle, hatte die Truppe die bestens gelaunten Zuschauer von Beginn an auf ihre Seite gezogen.

Dabei hatten die Sketche lediglich das wahre Leben zum Inhalt genommen. Schnell in zünftige Männerkleidung geschlüpft – und schon nahmen die kleineren und größeren Dramen im Zusammenspiel von Frau und Mann auf der Bühne Gestalt an. So erforderte die filmische Verarbeitung eines Doppelmordes aus Eifersucht mit anschließendem Selbstmord gleich fünf Klappen. Dem Regisseur fehlt es mal an Action, mal an Gefühl oder auch an Erotik.

Eine überraschende Wendung nahm der 25. Hochzeitstag. Nur mit Mühe kann die Ehefrau ihren eher unscheinbaren Gatten zu einem Barbesuch überreden. Vor Ort zeigt sich dann der Grund für den Unwillen: Der Mann ist den Bardamen als Dauergast nur zu gut bekannt . . .

Und dann ist da noch der Konzertabend, bei dem die Ehefrauen ihre unkultivierten Partner kurzerhand an der Garderobe abgeben. Am Haken hängend entwickelt sich schnell ein reger Austausch.

Die derart auf die Schippe genommenen männlichen Vertreter waren dann auch deutlich in Unterzahl. Doch überraschend kam zwischendurch mit Gefolge, Präsident und Hofsänger der Prototyp eines Mannsbildes einmarschiert: Prinz Peter II. „mit Energie von der Müssinger Wachkompanie“. Er schuf den gerechten Ausgleich und verlieh seinen Hausorden diesmal an die treuen – männlichen – Helfer der Theatergruppe: Walter Runte, Josef Ossege-Fischer und Gottlieb Weber.

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