Mototherapie in der OGS
Spielerisch Körpergefühl und Selbstvertrauen entwickeln

Freckenhorst -

„Supersport“ haben insgesamt 17 Erstklässler der Everwordschule ein Angebot getauft, um das sie ihre Mitschüler glühend beneiden. Seit Februar – und das zunächst für ein Jahr – kommen die Sechs- und Siebenjährigen vormittags, im Zuge des Offenen Ganztags (OGS) vor allem aber auch nachmittags in den Genuss einer Extra-Portion Sport. Hinter „Supersport“ verbirgt sich ein mototherapeutisches Angebot für Kinder und Jugendliche, angeboten vom Verein für Mototherapie und Psychomotorische Entwicklungsförderung.

Freitag, 14.03.2014, 23:03 Uhr

Mototherapie helfe Kindern mit Auffälligkeiten in der Wahrnehmung und Bewegung, erläutert Tanja Salaj , Mitarbeiterin des Vereins. Beim Schaukeln auf einer großen Matte oder auf der schiefen Ebene bauten die Sechs- und Siebenjährigen Ängste vor Bewegungssituationen und Leistungsanforderungen ab, schulten ihre Sinne und ihr Sozialverhalten, wovon letztlich der gesamte Klassenverband profitiere. Auf spielerische Weise entwickelten sie in einem leistungsfreien Raum – es gibt keine Zensuren – neben einem guten Körpergefühl Selbstvertrauen.

Wie positiv sich das therapeutische Verfahren auf die individuelle Entwicklung der Kinder auswirkt, erlebt Sabine Kock , Lehrerin einer inklusiven Klasse, gerade hautnah. Einer ihrer Schützlinge trete jetzt, nach wenigen Wochen, Erwachsenen gegenüber schon viel selbstbewusster auf und bekunde klar und deutlich seinen Willen. Ja, er sei sogar ein klein wenig aufmüpfig, berichtet die Pädagogin, die in ihrer Klasse 23 Kinder ohne und drei Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf unterrichtet. Unterstützt wird sie dabei stundenweise durch eine Sonderpädagogin und durch Tim Kischel, Integrationshelfer eines der Kinder.

Auf das vom Kreis Warendorf geförderte inklusive Bewegungsangebot für Kinder und Jugendliche sei sie von Schulsozialarbeiterin Heike Tüttelmann hingewiesen worden, berichtet Kock. Die Diplom Sozialpädagogin, Mitarbeiterin im Caritas Netzwerk für Familien, hatte als Schulsozialarbeiterin in der Overbergschule bereits positive Erfahrungen mit dem Angebot gesammelt, das auch an anderen Schulen sinnvoll sei.

Auch daran zeige sich, wie sinnvoll die Beschäftigung von Schulsozialarbeitern in Schulen sei, findet Schulleiter Albrecht Haffner: „Diese Kompetenz in den Schulen muss man nutzen“ Schließlich sei es das Ziel, „den besten Platz für jedes Kind zu bauen“. Heike Tüttelmann half auch, als es galt weitere Fördermöglichkeiten aufzutun. So hat die Aktion Mensch einen Antrag der Schule positiv beschieden und finanziert das inklusive mototherapeutische Bewegungsangebot in der Offenen Ganztagsschule im Zuge seiner Förderaktion „Miteinander gestalten“ mit 3 950 Euro.

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